Diözesanversammlung - Kolping DV Speyer

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25.10.2017
      
„Solidarisch             leben – verantwortlich             handeln“
      
Kolping-Diözesanversammlung in             Bobenheim: In Sorge für das             „gemeinsame Haus“ Ursachen             von Flucht und Vertreibung bekämpfen – Satzung verabschiedet             – Themen Zukunft             und Geistliche Leitung
      
Bobenheim           / Kaiserslautern (25.10.2017 / ko-tb). - „Die Be­kämp­fung           von Flucht­ur­sa­chen ist ei­ne glo­ba­le Her­aus­for­de­rung           un­se­res Jahr­hun­derts“.           Das sagt das Kolpingwerk in der Diözese Speyer in einer           einstimmig           verabschiedeten Erklärung in Bobenheim. Als weltweit agierende           soziale Organisation           „neh­men           wir uns und An­de­re in die Ver­ant­wor­tung. Wir for­dern           da­zu auf, ver­ant­wort­lich           zu le­ben und zu han­deln, Mut zu zei­gen, wenn es dar­um           geht, Flucht­ur­sa­chen           zu be­kämp­fen“, sagte der Autor des Grundlagenpapiers, Walter           Rung           (Hochspeyer), verantwortlich im Diözesanvorstand für den           Aufgabenbereich Eine Welt           / Nachhaltige Entwicklung und Partnerschaft mit Brasilien, vor           den 80 Delegierten           der Diözesanversammlung im Katholischen Pfarrheim St.           Antonius.
      
In           seiner Einführung in die Thematik des Papiers wies Rung darauf           hin, dass nach An­ga­ben           der UN 2015 welt­weit 65,3 Mil­lio­nen Men­schen aus           un­ter­schied­lichs­ten           Gründen auf der Flucht gewesen seien. Im Jahr 2016 seien           al­lein auf dem Mit­tel­meer           nach of­fi­zi­el­len An­ga­ben des UNHCR mehr als 5.000           Men­schen auf der           Flucht er­trun­ken. Das Kol­ping­werk Deutsch­land, so Rung           weiter, nehme           bewusst Be­zug auf die En­zy­kli­ka „Lau­da­to si“, in der           Papst Fran­zis­kus           sei­ne „Sor­ge für das ge­mein­sa­me Haus“ – un­se­re Welt –           zum Aus­druck           bringt. „Dieses bedeutende Lehrschreiben ist weit mehr als           eine           Umweltenzyklika“, betonte Rung, der auch Mitglied im           Bundesfachausschuss „Verantwortung           für die Eine Welt“ des Kolpingwerkes Deutschland ist.
      
In           An­leh­nung an die­ En­zy­kli­ka be­schreibe das Kol­ping­werk           mit Blick auf           die Be­kämp­fung von Flucht­ur­sa­chen die Ver­ant­wor­tung           des Ein­zel­nen, des           Kol­ping­wer­kes und der Kir­che sowie die Ver­ant­wor­tung           der Wirt­schaft und           der Staa­ten. Das Kolpingwerk sei über­zeugt:           „Flucht­ur­sa­chen kön­nen nur           mit lang­fris­ti­gen Stra­te­gi­en be­ho­ben wer­den.           Ent­schei­dend ist die Er­kennt­nis,           dass die Mensch­heit für ihr Han­deln selbst ver­ant­wort­lich           ist. Flucht­ur­sa­chen           sind nicht gott­ge­ge­ben, son­dern Er­geb­nis mensch­li­chen           Ver­hal­tens und           Han­delns. Da­mit trägt je­der ei­ne Mit­ver­ant­wor­tung für           den Zu­stand der           Welt.“ Es sei deshalb erforderlich, die Thematik bis           „hinunter“ in die Kommunen           und Kirchengemeinden zu tragen und den Menschen bewusst zu           machen. Das           Kolpingwerk bekenne sich zu seiner Verantwortung. Die           Erklärung ist bereits vom           Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland in Köln, dem           europäischen Kolpingwerk           in Lemberg und von Kolping International in Lima als Leitlinie           des eigenen           Handelns beschlossen worden. Der Generalsekretär von Kolping           International, Dr.           Markus Demele (Köln), will diese Erklärung in den Sozial- und           Wirtschaftsausschuss der UN einbringen.
      
Weiteres           wichtiges Thema der Beratungen war der verbandsinterne und           bundesweit geführte           Erneuerungsprozess „Kolping Upgrade“, der möglichst viele           Mitglieder in einem           großen Dialogprozess zusammenführen will. Ziel des Prozesses           ist es, Kolping fit           für die Zukunft zu machen. „Der Prozess lebt von der Mitarbeit           vieler“, sagte           der Diözesanvorsitzende, Diakon Andreas W. Stellmann           (Heßheim), der auch           Mitglied im Bundesvorstand des deutschen Kolpingwerkes ist.           Die           Herausforderungen seien enorm, denen sich der Verband stellen           müsse. Mit           Zuversicht sehe er aber nach vorne. Mit der Entwicklung neuer           Beteiligungs- und           Gemeinschaftsformen wolle man den veränderten           gesellschaftlichen Verhältnissen           gerecht werden, auf die Menschen zugehen und ihnen neue           Zugänge zu einer           Mitgliedschaft im Kolpingwerk schaffen. Andrea Storminger           (Dirmstein) und           Fabian Geib (Landstuhl) vom Arbeitskreis Zukunftsprozess           stellten den           Delegierten der örtlichen Kolpingsfamilien einen Flyer vor,           der dabei helfen           kann, Menschen zu erklären, was Kolping ist. Die           Öffentlichkeitsarbeit müsse           verbessert werden. Mitglieder der Kolpingsfamilien sollen           deshalb im Schreiben           von Presseartikeln, aber auch im Umgang mit den „social media“           geschult werden.         
      
In seinem           geistlichen Wort berief sich Diözesanpräses Pfarrer Michael           Baldauf (Heßheim)           auf einen Satz aus dem Leitbild 2000 des Kolpingwerkes: „Aus dem Glauben an den einen Gott … beziehen wir           Auftrag und           Motivation.“ (Zf 17) Der christliche Glaube sei Grundlage und           Antrieb jeglichen           Engagements im Kolpingwerk. Jede Kolpingsfamilie sei ein           Glaubensort im           lebendigen Kontakt mit dem Evangelium. Es sei für die           Kolpinggemeinschaft           essentiell, einen Geistlichen Leiter oder eine Geistliche           Leiterin zu haben,           die das Wort der Schrift in Lesung und Auslegung, Gebet und           Gottesdienst           präsent mache. Andrea und Jürgen Storminger (Dirmstein) sowie           Maria Heitz           (Ludwigshafen) haben eine verbandsinterne Ausbildung zum           Geistlichen Leiter /           zur Geistlichen Leiterin absolviert. Sie riefen die           Kolpingsfamilien auf, nach           geeigneten Männern und Frauen zu suchen, die dieses Amt           ausüben können, damit           in den Kolpinggemeinschaften das Wort des Herrn hörbar und der           Glaube lebendig           bleibt.
      
Nach           umfangreichen Berichten im Regularienteil wurde eine neue           Diözesansatzung           beraten und einstimmig verabschiedet. Es folgten eine neue           Geschäfts- und           Wahlordnung sowie eine Beitragsordnung für Einzelmitglieder           beim           Diözesanverband, die nicht Mitglied einer Kolpingsfamilie sein           können. Auch sie           wurden einstimmig verabschiedet. Diözesanvorsitzender Andreas           Stellmann dankte           eindrücklich seinem Stellvertreter Harald Reisel, der über           eineinhalb Jahre           hinweg die Satzungskommission geleitet und die Hauptlast der           Erarbeitung eines           beratungsreifen Satzungsentwurfs auf sich genommen hat. Einen           herzlichen Dank           richtete der Vorsitzende an die professionelle Tagungsleitung,           Wolfgang           Breitwieser, Martin Garst (beide Hettenleidelheim) und Jürgen           Storminger. Die           exzellente Mikrofon- und Lautsprecheranlage verantwortete           Pfarrer Jörg Stengel           (Landstuhl). „Mit ihm ist kein Wort verloren, keins umsonst           gesagt“, dankte ihm           Diakon Andreas Stellmann. Sein abschließender Dank galt der           örtlichen Pfarrei,           namentlich den Pfarrern Rubel und Baldauf, den ehrenamtlichen           Helferinnen und           Helfern, ohne die eine solche Versammlung nicht möglich wäre.           Der           Diözesanvorsitzende schloss die Diözesanversammlung 2017 mit           einem frohen „Treu           Kolping!“  
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