50 Jahre Kolpingfamilie Obermohr

 

Am Samstag, den 29. Oktober 2011 feierte die Kolpingfamilie Obermohr ihr 50 jähriges Bestehen. Eröffnet wurde die Festveranstaltung mit einem feierlichen Dankgottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes Obermohr. 

Nach dem Einzug mit den Bannern der anwesenden Kolpingfamilien wurde der Gottesdienst zelebriert vom Präses der Kolpingfamilie Pfarrer Dr. Achim Dittrich und dem stellvertretenden Diözesanpräses und Bezirkspräses Pfarrer Jörg Stengel. 

In der Predigt erinnerte Pfarrer Stengel an den Werbespruch „Es gibt viel zu tun, packen wirs an“. Er wies darauf hin, das dies auch ein Motto für das Kolpingwerk sein kann, ein Leitgedanke, der auch schon vor über 150 Jahren den seligen Gründervater Adolph Kolping bewegte, auch wenn er nicht ausdrücklich oder wörtlich so formuliert war. Bezugnehmend auf die Kolpingfamilie Obermohr wie er darauf hin, wieviel Gutes in den fünf Jahrzehnten von dieser Kolpingsfamilie ausgegangen ist.  Sie hat sogar die Kraft gehabt, vor wenigen Jahren eine Kolpingjugend zu gründen. Pfarrer Stengel ermutigte alle Kolpingbrüder und –schwestern, diese Handlungsmaxime im Auge zu behalten: 

„Es gibt viel zu tun, packen wir’s an! Ich bin überzeugt, wenn wir das tun, dann kommt auch sehr viel zurück. Denn wer Gutes tut unter den Menschen, wer Not sieht und handelt, wessen Leben auf den Glauben gebaut ist, der wird die Freude empfinden, nicht nur am großen Werk Kolpings, sondern am noch größeren Werk Christi mitgearbeitet zu haben, der die Seinen ausgesandt hat, der Welt die Botschaft des Lebens zu bringen, in Wort und Tat“. 

 

 

Der Projektchor der Kolpingsfamilie Obermohr in der Pfarrkirche St. Johannes, Obermohr.

Musikalisch wurde der Festgottesdienst begleitet vom eigens für dieses Jubiläum gegründeten Projektchor der Kolpingfamilie. Fast 40 Mitglieder umfasst der Chor, der erst im Frühjahr zusammenfand und nun seinen ersten offiziellen Auftritt hatte. Unter Leitung von Sabine Huber gelang es aus „gestandenen Sängerinnen und Sängern“ und absoluten „Neulingen“ einen tollen Chor zu formen, der dem Gottesdienst mit ausdrucksstarken und gefühlvollen Liedbeiträgen  einen besonders feierlichen Rahmen gab. Die Kinder der Kolpingjugend gestalteten die Fürbitten, in denen sich die Schlagworte der Imagekampagne des Kolpingwerkes: Begeisterung, Mut, Freude, Tatkraft, Verantwortung, Gottvertrauen und Glauben wiederfanden. Zur Erinnerung an das besondere Ereignis überreichte Pfarrer Dittrich im Namen der Pfarrgemeinde Obermohr der Kolpingfamilie eine extra gefertigten Wimpel.

Nach dem Gottesdienst trafen sich die Mitglieder der Kolpingfamilie sowie zahlreiche geladene Festgäste im Bürgerhaus Obermohr zum Festakt. Nach der Begrüßung durch den 

1. Vorsitzenden Helmut Müller wurde den Gästen ein schönes und abwechslungsreiches Festprogramm geboten, durch das Jürgen Adam führte. Dem Totengedenken mit einem Gebet des Gemeindereferenten Stefan Pappon schloss sich der Vortrag der Chronik durch die Schriftführerin Hilde Urschel an. Hier wurde neben historischen Dokumentationen auch eine Übersicht über die vielen Aktivitäten der Kolpingfamilie im Sinne von Adolph Kolping gegeben. Dabei wurde deutlich dass die mittlerweise 143 Mitglieder starke Kolpingfamilie Obermohr für die Dorfgemeinschaft auf geistigem wie auch kulturellem Gebiet zu einem unentbehrlichen und unverzichtbaren Faktor geworden ist. 

Anschließend stellten Sebastian Traumer und Moritz Huber die Kolpingjugend Obermohr-Steinwenden in einer erfrischenden Power-Point-Präsentation den Anwesenden vor. Ende 2009 gegründet, zählt sie zwischenzeitlich über 40 Mitglieder. Davon treffen sich 15-20 Kinder regelmäßig einmal in der Woche zur Gruppenstunde.  

Die Festansprache zum Thema "Sozialer Wandel durch Veränderung des Menschen - Kolpings Idee und Werk“ hielt der Diözesansekretär des Kolpingdiözese Speyer Thomas Bettinger, der dann auch gemeinsam mit dem 1. Vorsitzenden Helmut Müller die Ehrungen vornahm.

 

 

Die Jubilare mir dem Vorsitzenden der Kolpingsfamilie Obemohr, Helmut Müller (hintere Reihe rechts) und Diözesansekretär Thomas Bettinger (ganz links).

Geehrt für 50 Jahre Treue zu Adolph Kolping und seinem Werk wurden die Gründungsmitglieder Fabian Schleyer, Alois Pirro, Franz Ludes und Franz Kopp als „Männer der esten Stunde“ sowie Berthold Clemens für 40 jährige Mitgliedschaft.

Musikalisch würdig umrahmt wurde der Abend von Auftritten des Männerchores Obermohr unter Leitung von Franz Ludes, dem Projektchor der Kolpingfamilie und einem Soloauftritt von Sabine Huber. Nach den zahlreichen Grußworten von der Vertretern der politischen Gemeinde, der Kirchengemeinden, befreundeten Kolpingfamilien und den örtlichen Vereinen  klang der Abend aus mit dem gemeinsam Singen des Kolpingliedes und angenehmen Gesprächen.