Andreas
Stellmann zum Landesvorsitzenden des Kolpingwerkes
gewählt – Kolping und KAB setzen Zusammenarbeit fort
Mainz / Kaiserslautern (22.01.2011 / kolping / tb) – Diakon Andreas W.
Stellmann aus Heßheim ist neuer Landesvorsitzender
des Kolpingwerkes Rheinland-Pfalz. Einstimmig wählte
die Landeskonferenz in Mainz den Fünfzigjährigen zum Nachfolger von Klaus Butz,
Hirschhorn, der das Amt aus beruflichen Gründen niederlegen musste.
Stellmann ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.
Er arbeitet als Dekanatsgeschäftsführer in
Ludwigshafen und ist im Nebenamt als Diakon in seiner Gemeinde tätig. Seit mehr
als 25 Jahren wirkt er als Kommunalpolitiker in Gemeinderat und Kreistag.
Stellmann, der seit 1. Juni – ebenfalls in der Nachfolge von Klaus Butz -
Diözesanvorsitzender des Kolpingwerkes im Bistum
Speyer ist, erklärte, dass er die gute Arbeit seines Vorgängers fortführen
wolle und einen aktiven Dialog mit katholischen Verbänden, Parteien und politischen
Vereinigungen anstrebe. Das sozialpolitische Profil von Kolping,
das Klaus Butz so wichtig gewesen sei, wolle er weiter konturieren. Er lege
Wert auf sachbezogene Arbeit und die biblische, spirituelle Fundierung der
politischen Arbeit des Kolpingwerkes: „Unsere
Gesellschaft verbindet Freiheit mit Solidarität und sozialer Gerechtigkeit“,
sagte der neue Vorsitzende vor den Delegierten der Landeskonferenz. Dass alle
drei Werte in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stünden und sich gegenseitig
befruchteten, dazu wolle er in den kommenden Jahren beitragen.
Zuvor trafen sich die Vertreter der katholischen
Sozialverbände Kolping und Katholische
Arbeitnehmervertretung (KAB) zu einem gemeinsamen Informationsaustausch mit dem
Leiter des Katholischen Büros / Kommissariats der Bischöfe von Rheinland-Pfalz,
Ordinariatsrat Bernhard Nacke.
Beide Verbände wollen die vor einem Jahr aufgenommene Zusammenarbeit in Fragen
der Sozial-, Familien-, Arbeits- und Bildungspolitik fortführen und ihre
Positionen im Dialog mit den politischen Kräften des Landes zur Wirkung
bringen, insbesondere im Gespräch mit den im Landtag vertretenen Parteien, der
Landesregierung und den Gewerkschaften. Schwerpunktthemen der kommenden Monate
werden sein: Katholische Soziallehre und soziale Marktwirtschaft, der Schutz
des Sonntags, die Frage eines gerechten Lohnes sowie die Einführung eines
Mindestlohns.
Das Kolpingwerk
zählt in Rheinland-Pfalz und Saarland über 13.000 Mitglieder in 160 örtlichen
Gemeinschaften, den Kolpingsfamilien. In der Diözese
Speyer gehören dem Verband 6.500 Mitglieder in 65 Kolpingsfamilien
an. Weltweit engagieren sich im Kolpingwerk 500.000
Mitglieder in über 60 Ländern auf allen Kontinenten. Sein Wahlspruch lautet: „Verantwortlich leben – Solidarisch handeln.“