Kolpingwerk:
Milleniumsziele einhalten
Klaus Butz: „Durch Partnerschaft Hungernden eine Stimme
geben“
Berlin / Kaiserslautern (11.11.2010 / hw-tb). Das Kolpingwerk fordert von der Bundesregierung die Einhaltung der Milleniumsziele: „Wir wissen, dass es in einer gemeinsamen internationalen Kraftanstrengung möglich wäre, die Lebensbedingungen eines großen Teiles der Menschen in dieser Welt wesentlich zu verbessern. Tatsächlich wird aber zu wenig unternommen. So erfüllt auch Deutschland, als eines der reichsten Länder, die mit den Milleniumsbeschlüssen von allen 189 Unterzeichnerländern gemachten Versprechen nicht“, stellen die Delegierten des Bundeshauptausschusses des Kolpingwerkes Deutschland in einer Erklärung fest, die sie in Berlin verabschiedeten.
Die Bundesregierung wird aufgefordert, „umgehend ihren zugesagten Beitrag zum Erreichen der von den Vereinten Nationen beschlossenen Milleniumsziele zu leisten und ihren weltpolitischen Einfluss einzusetzen, um ein Scheitern der für Millionen Menschen lebensnotwendigen Pläne zu verhindern.“
Als Teil eines international tätigen katholischen Sozialverbandes versteht sich das Kolpingwerk Deutschland auch als Anwalt der Ärmsten. „Durch das soziale und entwicklungspolitische Engagement im Rahmen unserer internationalen Partnerschaftsarbeit geben auch wir den Hungernden eine Stimme“, sagte Klaus Butz, der Vorsitzende des Kolpingwerkes im Bistum Speyer und Delegierte seines Diözesanverbandes. Die 265.000 Mitglieder des deutschen Kolpingwerkes werden in der Erklärung weiter aufgefordert, ihre Einflussmöglichkeiten auf Politik sowie Gesellschaft und Kirche zu nutzen.
Die Versammlung beauftragte den Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland, die Inhalte der Milleniumsziele auf allen Ebenen des Verbandes zu thematisieren und sich für ihre Erreichung einzusetzen.
Der
Bundeshauptausschuss ist das zwischen den Bundesversammlungen tagende Kontroll-
und Beschlussorgan. Er berät in allen das Kolpingwerk Deutschland und seine
Einrichtungen betreffenden wichtigen Fragen. Im nächsten Jahr tagt das Gremium
in der Diözese Speyer.
Unser Bild zeigt
(v.li.n.re.): Die Delegierten des Bundeshauptausschusses aus der Diözese
Speyer: Diözesanpräses Pfarrer Andreas König (Frankenthal), Landessekretär
Winfried Straube (Mainz), Diözesanvorsitzender Klaus Butz (Otterbach), dahinter: Diakon Andreas W. Stellmann (Heßheim), Bundesvorsitzender Thomas
Dörflinger MdB (Waldshut-Tiengen), stellv. Diözesanvorsitzende Elke Boudgoust
(Oggersheim) und Bernd Bastian-von Ruville (St. Ingbert), stellv. Vorsitzender des
Kolping-Landesverbandes Saarland.