Den Blick geschärft
Kolpingjugend nimmt die Lebensperspektiven von jungen Menschen in den Blick und bestärkt ihr Vorhaben, jungen Menschen die Teilhabe an gesellschaftlichen Aktivitäten zu ermöglichen.
Andrea Koppenwallner wurde als neue Bundesleiterin gewählt.
Homburg
(28.02.2010 / fg). Die 80
Delegierten aus ganz Deutschland setzten sich u.a. mit der Sinus-Milieu Studie
auseinander. Durch die Angebote der Kolpingjugend
werden Junge Erwachsenen auf unterschiedliche Ebene angesprochen. So wird in
den Gruppenstunden vor Ort ein bestimmter Typus Junger
Mensch erreicht. Genauso werden in den vielen Berufsbildungswerken von KOLPING
andere Typen Junger Menschen erreicht und nehmen die Angebote war. Für alle
gilt, daß sie sich durch ihr Handeln und das
gemeinsame Arbeiten an gesellschaftlichen Aktivitäten beteiligen und
mitbestimmen. Die Kolpingjugend nimmt die
Abgrenzungslinien unter den Milieus sehr ernst und will hier in den kommenden
Jahren eine stärkere Vernetzung und Teilhabemöglichkeiten schaffen, um
jugendliche Lebenswelten und Bedürfnisse stärker in die politischen Debatten
einzubringen.
Der begehrte Kolpingjugendpreis
geht in diesem Jahr an die Kolpingjugend im
Diözesanverband Bamberg für ihre Arbeit im Projekt „Film 4 Job“.
Mit dem Kooperationsprojekt werden speziell Schüler der Hauptschule
unterstützt, um den Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern. Die Schüler
erhalten durch dieses Projekt die Möglichkeit mit Videokameras in Betrieben
Auszubildende zu interviewen. So werden den Reportern viele Fragen zu den
Tätigkeiten und Kompetenzen, die man in dem jeweiligen Beruf erlernt
beantwortet. Aber auch ganz praktische Fragestellungen, wie z. B. nach dem
Lohn, den man in und nach der Ausbildung verdient, wie viel Urlaubstage man hat
oder wie oft man in die Berufsschule muss, werden durch die Auszubildenden
beantwortet. Die Arbeitsergebnisse der Jugendlichen und Informationen zum
Projekt sind auf der Website www.film4job.de
veröffentlicht.
In die Bundesleitung wurde Andrea
Koppenwallner (29) gewählt. Die 29-jährige Lehrerin aus Freising (Bayern)
engagiert sich seit Kindesbeinen in der Kolpingjugend.
Seit zwei Jahren ist sie bereits Mitglied im Bundesarbeitskreis, dem
erweiterten Leitungsgremium der Kolpingjugend tätig.
Besonders will sich Koppenwallner für Partizipationsmöglichkeiten von Jungen Menschen innerhalb und außerhalb des Verbandes
einsetzen. Sie will die Erfahrungen und Kontakte des Verbandes mit Jungen
Menschen in den verschiedenen Bildungsangeboten nutzen. „Zwar will
die Politik mehr Partizipation von jungen Menschen erreichen, belässt es aber
häufig bei verbindlichen und zudem meist
unverbundenen Beteiligungsinitiativen.“ Deshalb fordert Koppenwallner „eine
stärkere und ernsthafte Einbeziehung von Jugendverbänden auf Augenhöhe mit der
Politik.“ Weiterhin wurde die Essenerin Katharina Norpoth
(18) in den Bundesarbeitskreis gewählt.
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