Kolpingwerk spendet 5.000 Euro in die Stiftung „alt-arm-allein“

Norbert Thines: Wir müssen eine neue Solidarität schaffen

 

Kaiserslautern (27.11.09). Das Kolpingwerk Diözesanverband Speyer hat der Stiftung „alt-arm-allein“ den Betrag von 5.000 Euro gespendet. Diözesanvorsitzender Klaus Butz (Otterbach) überreichte dem Vertreter der Stiftung, Norbert Thines (Kaiserslautern), im Kolpingbüro Kaiserslautern die Spende. Die Stiftung hat die Aufgabe, die Initiative „alt-arm-allein“ ideell und materiell zu unterstützen und ihr Bestehen nachhaltig zu sichern. Der katholische Sozialverband wird damit Namensstifter der Sozialaktion, die in Kaiserslautern und weit darüber hinaus hohes Ansehen für ihr Engagement zugunsten älterer, alleinstehender und bedürftiger Menschen genießt. 

 

Norbert Thines, Mitbegründer und wichtiger Ansprechpartner der Initiative, freute sich über das Engagement „seines Verbandes“. Die Öffentlichkeit weiß, dass er ein Kolpingmann ist: „Meine Basis, mein Lebenshintergrund ist Kolping. Hier habe ich meine soziale Grundeinstellung erworben“, sagte der 69jährige, der auch einmal als Diözesansekretär hauptamtlich im Kolpingwerk tätig war. Er will die Bürgerinnen und Bürger dafür sensibel machen, dass jeder Mensch eine unverlierbare, unveräußerliche  Würde hat und damit auch das Recht auf ein menschwürdiges Leben: „Wir müssen eine neue Solidarität schaffen. Wir brauchen Initiativen in unserer Gesellschaft, in denen Gebende und Nehmende eine solidarische Gemeinschaft bilden.“ 

 

 

Bei der Spendenübergabe (v.li.n.re.): Praktikant Sebastian Traumer, Sekretärin Angelika Weis, stellv. Diözesanpräses Pfr. Jörg Stengel, Norbert Thines und Diözesanvorsitzender Klaus Butz. (Foto: Bettinger)

Klaus Butz sagte, dass das Kolpingwerk diese Intention fördern wolle. Für seinen Verband stehe der Mensch im Mittelpunkt, sein geistiges und materielles Wohl. Er sehe sich der Initiative alt-arm-allein in ihrem Menschenbild und ihrem Anspruch eng verbunden. Mit der Spende in die Stiftung wolle der Verband ein Zeichen setzen und sein soziales Profil nach innen und außen schärfen. Er rufe seine Mitglieder auf, die menschliche Not vor ihrer Haustür zu sehen und sich wie die Initiative „alt-arm-allein“ für mehr Menschlichkeit in unseren Gemeinden einzusetzen.

 

Das Kolpingwerk zählt in der Diözese Speyer 6.700 Mitglieder in 68 örtlichen Gemeinschaften, den Kolpingsfamilien. 1.100 Mitglieder sind unter 30 Jahre alt und gehören der Kolpingjugend an. In Deutschland hat der Verband, der sich auf den Seligen Adolph Kolping und seine Katholischen Gesellenvereine zurückführt, 264.000 Mitglieder in 2.700 Kolpingsfamilien. Weltweit zählt das Kolpingwerk 500.000 Mitglieder in 60 Ländern auf allen Kontinenten. Sein Wahlspruch lautet: „Verantwortlich leben – Solidarisch handeln.“ (tb)