„Der Zusammenschluss der Guten vervielfacht die Kräfte“ (Adolph Kolping)

Seliger Paul Josef Nardini ist Patron des Kolping-Diözesantages

 

Neustadt / Kaiserslautern. – Paul Josef Nardini ist gemeinsam mit Adolph Kolping Patron des Kolping-Diözesantages in Landstuhl und Kindsbach am 22./23. August 2009. Auf Initiative des Diözesanvorsitzenden Klaus Butz (Otterbach) wählten die Vorsitzenden der Kolpingsfamilien und Bezirksverbände mit den anwesenden Präsides den am 22. Oktober 2006 von Papst Benedikt XVI. selig gesprochenen Pirmasenser Geistlichen zum Leit- und Vorbild für ihren Verbandstag. 

Das Logo des Diözesantages: Der „Kolping-Igel“. (Graphik: Rebecca Bettinger)

Der Diözesantag steht unter dem Leitwort „UrSprung ins Leben“. Er will u.a. beitragen zur persönlichen Identifikation der Kolpingmitglieder mit den Idealen und Zielen der Kolpingbewegung, vor allem aber dazu ermutigen, den sozialen und sozialpolitischen Auftrag, gerade im Alltag, wahr- und anzunehmen. „Der Dienst des Kolpingwerkes ist Dienst am Menschen“, sagte der Diözesanvorsitzende Klaus Butz (Otterbach) vor 40 Führungskräften der Kolpingsfamilien im Herz-Jesu-Kloster, Neustadt. „Wir müssen mit den Menschen von heute leben, ihre Sorgen und Nöte, ‚ihre Freude und Hoffnung, Trauer und Angst‘ (GS 1) teilen. Nur dann können wir ihnen auch die befreiende Botschaft des Evangeliums authentisch erzählen und Antwort auf ‚die Nöte der Zeit‘, wie es Kolping forderte, geben“, sagte der Diözesanvorsitzende wörtlich. Dazu bedürfe man der Orientierung am Ursprung, des Schöpfens aus der Kraftquelle der eigenen Tradition und des mutigen Sprunges hinein in das wirkliche Leben der Menschen und die tatkräftige Annahme der Herausforderungen einer modernen Gesellschaft. „Das Leitwort drückt die Zielsetzung plakativ aus: Gestaltung der Zukunft heute in Orientierung am Ursprung“, so Butz abschließend.

Adolph Kolping und Paul Josef Nardini hätten mit den Menschen ihrer Zeit gelebt und ihre Nöte, ihre materielle, seelische und geistliche Armut wahrgenommen. Beide hätten die soziale Verantwortung der Christen aus dem Geist des Evangeliums erkannt und nach Wegen und Instrumentarien gesucht, der Not zu begegnen, sagte Diözesanpräses Pfarrer Andreas König (Frankenthal). Sie wollten den Menschen helfen, ein ihrer Würde entsprechendes Leben führen zu können. Dazu organisierten sie Gemeinschaften, denn der „Zusammenschluss der Guten vervielfacht die Kräfte“ (Adolph Kolping). Kolping gründete den Gesellenverein, Nardini den Orden der Mallersdorfer Schwestern. 

Vor den Bildern von Paul Josef Nardini und Adolph Kolping (v.l.n.re.): Diözesanvorsitzender Klaus Butz, 
stellv. Diözesanvorsitzende Elke Boudgoust und Diözesanpräses Andreas König. (Foto: Bettinger)

Der Diözesantag des Kolpingwerkes wolle besonders das soziale Engagement des Verbandes zeigen, der weltweit für das Lebensrecht der Menschen, für die Achtung der Menschenrechte und für menschenwürdige Lebensbedingungen eintritt, betonte die Stellv. Diözesanvorsitzende Elke Boudgoust (Ludwigshafen-Oggersheim). Kolping und Nardini seien Persönlichkeiten, die gerade in schweren Zeiten Orientierung und Mut schenkten. „Der Pfälzer Nardini ist auch Symbol dafür, wie sehr KOLPING in der Diözese Speyer fest verwurzelt ist.“

Ihre Teilnahme am Diözesantag haben u.a. bereits zugesagt Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer) Br. Paulus Terwitte OFMCap (Würzburg), Schw. Teresa Zukic (Pegnitz), Bundespräses Pfarrer Ottmar Dillenburg (Köln), Bundesvorsitzender Thomas Dörflinger MdB (Waldshut-Tiengen) und Generalsekretär Hubert Tintelott (Köln).

Das Kolpingwerk zählt in der Diözese Speyer 6.800 Mitglieder in 68 örtlichen Gemeinschaften, den Kolpingsfamilien. 1.100 Mitglieder sind unter 30 Jahre alt und gehören der Kolpingjugend an. In Deutschland hat der Verband, der sich auf den Seligen Adolph Kolping und seine Katholischen Gesellenvereine zurückführt, 265.000 Mitglieder in 2.700 Kolpingsfamilien. Weltweit zählt das Kolpingwerk 500.000 Mitglieder in 60 Ländern auf allen Kontinenten. Sein Wahlspruch lautet: „Verantwortlich leben – Solidarisch handeln.“ (tb)