Kolpingwerk für freien Sonntag
Bundeshauptausschuss
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Der
Bundeshauptausschuss des Kolpingwerkes Deutschland diskutierte in Paderborn
über Weichenstellungen für die Zukunft des Verbandes. Unter dem Motto „Kolping
2015 – nachhaltig aktiv“ wurden ein bundesweites System zur Beratung und
Begleitung der Kolpingsfamilie und eine Imagekampagne verabschiedet. Beide
Projekte werden Anfang 2010 an den Start gehen und sollen den katholischen
Sozialverband mit mehr als 260.000 Mitgliedern noch stärker machen.
Die 150
Delegierten aus 27 Diözesanverbänden, unter ihnen fünf Mandatsträger aus der
Diözese Speyer, beschlossen einen Antrag zum Thema Ehe, Familie und Lebenswege.
„Für unseren Verband besteht eine besondere Herausforderung darin“, so der
Bundesvorsitzende Thomas Dörflinger MdB, „das Leitbild der auf Ehe gegründeten
Familie hochzuhalten, gleichzeitig aber die Menschen mit ihren sehr unterschiedlichen
Lebenswegen und Wertvorstellungen vor dem Hintergrund unseres christlichen
Gottes- und Menschenbildes anzunehmen und, wo nötig, Unterstützung anzubieten“.
Weiter beschloss der Bundeshauptausschuss den Beitritt des Verbandes zur „Allianz für den freien Sonntag“. Die „Allianz für den freien Sonntag“ ist ein breites Netzwerk mit vielfältigen Akteuren aus Kirche und Gesellschaft. Das Kolpingwerk Deutschland mache sich seit vielen Jahren für den Schutz des Sonntages stark. Der Sonntag sei eine Kraftquelle mit der Möglichkeit der Ruhe, der Aktivitäten mit Familien, Freunden oder in Vereinen und des Gottesdienstbesuches. „Es bleibt zu hoffen, dass der breiten Diskussion zu Gunsten des Sonntagsschutzes endlich einmal politische Taten folgen werden“, hoffte Kolping-Bundespräses Ottmar Dillenburg.
Diözeanpräses Pfarrer Andreas König, Diözesanvorsitzender Klaus Butz,
stellv.
Diözesanvorsitzende Elke Boudgoust, Diakon Andreas W.
Stellmann und Bernd Bastian.
„Es muss wieder
eine Kultur des Sonntages in unserer Gesellschaft geben“, forderte Klaus Butz,
der Vorsitzende des Diözesanverbandes Speyer. Der Sonntag weise darauf hin,
dass der Mensch sich nicht an die Welt verlieren dürfe, dass er sich immer
wieder darauf besinnen müsse, was das Wesentliche, was der tragende Urgrund
seiner Existenz ist. Der Sonntag sei „Feier des befreiten Daseins“, die
Menschen in die alles verwandelnde Gegenwart Gottes führe.