Kolping-Landesverband
Rheinland-Pfalz:
Erhalt möglichst
vieler Arbeitsplätze in der Region und tragfähiges Zukunftskonzept gefordert
Mainz. Der Landesverband des Kolpingwerkes in Rheinland-Pfalz hat sich auf seiner Tagung in Mainz für einen Neustart von Opel mit staatlichen Bürgschaften ausgesprochen. In einer an die Landesregierungen in Rheinland-Pfalz und Hessen gerichteten Erklärung heißt es, dass „insbesondere die regionalen Standorte“ in den Blick genommen werden müssten. Dabei gelte es zu bedenken, dass Schließungen von ganzen Opelwerken unabsehbare Folgen auch für mittelständige Zulieferbetriebe hätten. Dies sei ganz besonders für den Standort Kaiserslautern der Fall, mit seinen über 3.400 Mitarbeitern allein im Werk selbst.
Kolping Landesvorsitzender Klaus Butz fordert die Ministerpräsidenten Kurt Beck und Roland Koch nach deren Gesprächen mit dem Fiat Chef Marchionne dazu auf, die Konzepte aller Bieter genau dahingehend zu prüfen, inwieweit der Erhalt möglichst aller Arbeitsplätze in der Region sichergestellt werden kann. „Wer als Bieter das Opel-Werk Kaiserslautern schließen will, der wird sich mit dem Bundesland Rheinland-Pfalz produktiv auseinander setzen müssen“ sagte Butz.
Der Kolping-Landesverband stellt klar, dass aus seiner Sicht die wichtigsten Kriterien für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens Opel der Erhalt vieler Arbeitsplätze und eine möglichst geringe Belastung öffentlicher Kassen sind. Dabei darf auch eine vorübergehende staatliche Beteiligung keineswegs ausgeschlossen werden. Als Voraussetzung für diese Beteiligung müsste ein tragfähiges Zukunftskonzept v. a. auch mit einer Unternehmensbeteiligung der Opel-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter geprüft werden. (rf)
Mainz, den 12. Mai 2009