Historische Chance vertan

Kolping zu Konjunkturprogramm II der Bundesregierung - Familien stärker entlasten

 

Kaiserslautern. - Mit Lob und Kritik am Konjunkturpaket der Bundesregierung reagierte das Kolpingwerk in der Diözese Speyer. Vor Verantwortungsträgern seines Verbandes lobte der Diözesanvorsitzende Klaus Butz (Otterbach) die von Bund, Ländern und Gemeinden gemeinsam geplanten Investitionen von bis zu 18 Milliarden Euro als Kern des Paketes. „Es ist vernünftig, dass die Bundesregierung mit mehr Investitionen gegen die bevorstehende Rezession vorgeht“, sagte Butz. Dieses Geld müsse vor allem in längst überfällige Strukturmaßnahmen zu Gunsten von Schulen und Bildungseinrichtungen fließen. Hier sollte schnell und unbürokratisch gehandelt werden.

 

Als bedenklich bezeichnete Butz, dass die Bundesregierung  „das Konjunkturpaket nicht zeitgleich mit einer wirksamen Bekämpfung der Armut verbunden hat. Hier ist die historische Chance vertan worden, endlich den Bedürfnissen von Familien und Kindern nachhaltig gerecht zu werden. Die geplanten Erhöhungen der Hartz-IV-Regelsätze sind viel zu gering; die Schere zwischen arm und reich wird weiter auseinander gehen.“ Das Kolpingwerk Diözesanverband Speyer, so Butz,  habe dieses Thema weiter auf seiner Tagesordnung. Kinder- und Familienarmut dürften in einer immer noch reichen Gesellschaft nicht hingenommen werden, schon gar nicht in Zeiten der Rezession.

 

Kaiserslautern, den 21. Januar 2009 / KWD/DVSp / tb