Friedensbaum gepflanzt
72-Stunden-Aktion im Bistum Speyer – Neugegründete Kolpingjugend Obermohr mit dabei
Weltschiedsrichter Markus Merk ist begeistert von dem, was 22 Kinder und Jugendliche der Kolpingjugend Obermohr in der Westpfalz geleistet haben: In 72 Stunden haben sie das Kriegerdenkmal in der benachbarten Gemeinde Steinwenden gereinigt und renoviert sowie den Platz um das Dorfgemeinschaftshaus neu gestaltet. Markus Merk war Schirmherr dieses Projekts, das eins von 170 in der Diözese Speyer ist, die im Rahmen der bundesweiten „72-Stunden-Aktion“, der großen Sozialaktion des BDKJ, durchgeführt worden sind. „Uns schickt der Himmel“ hieß das Motto der Aktion 2009 und Ortsbürgermeister Herbert Strauß bestätigt dies in seinen Dankesworten gern: „Ja, Euch hat uns der Himmel geschickt!“

Glan-Münchweiler: Der Muttertagskuchen.

Otterbach: Der Barfußpfad entsteht.

Geschafft: Die Einsatzgruppe in Hettenleidelheim.

Ludwigshafen-Pfingstweide: Die Einsatzgruppe der Kolpingjugend Pfingstweide und Oggersheim mit Bagger auf
der Boulebahn.
Mehr als 3.800 Kinder, Jugendliche und Junge Erwachsene haben in der Diözese Speyer an den „72 Stunden“ teilgenommen, darunter ca. 150 Mitglieder der Kolpingjugend aus acht Kolpingsfamilien. Neben den Obermohrern waren dies die Kolpingjugend-Gemeinschaften in Glan-Münchweiler, Ramstein, Otterbach, Hettenleidelheim, Landau, Ludwigshafen-Pfingstweide und Oggersheim. Ganz unterschiedliche Aufgaben waren ihnen gestellt: Bau und Einrichtung eines Barfußpfads, eines Matschspielplatzes, einer Sprunggrube in einer Sportanlage, einer Boulebahn in einer Behinderteneinrichtung, die Reinigung eines Kapellenweges und die Schaffung eines Kreuzweges, die Organisation eines Muttertagskaffees in der Dorfmitte mit Essen, Trinken, Programm und Musik. Mit großer Freude und Tatendrang gingen die Jugendlichen an ihre Aufgaben heran, bei der sie gerne von Erwachsenen, darunter vielen Kolpingmitgliedern, und einheimischen Firmen mit Sach- und Fachverstand, Materialien und Gerät, Geld und – Speis und Trank unterstützt wurden.
Obermohr: Die Arbeiten am Kriegerdenkmal.
Für die neu gegründete Kolpingjugend Obermohr sind die „72 Stunden“ die erste große Aktion, mit der sie an die Öffentlichkeit getreten ist. Unter der Leitung des sechzehnjährigen Sebastian Traumer und Pastoralreferent Stefan Pappon wurde heißt geplant und organisiert: Das Kriegerdenkmal wurde gereinigt, der Plattenweg entfernt, das Tor abmontiert, die Wände gesäubert, der Zaun gestrichen. Mit erwachsener und professioneller Hilfe konnten die Steinplatten gereinigt und für die Neuverlegung vorbereitet, das Tor renoviert und die Treppe am Denkmal neu verfugt werden. Während die Jugendlichen die „schweren“ Arbeiten verrichteten, verteilten die Kinder in allen Ortsteilen Flugblätter und Plakate mit der Einladung zur Eröffnung.
Obermohr: Die Kolpingjugend nach der
Aktion:
Pastoralreferent Stefan Pappon (g.li.), Weltschiedsrichter Markus Merk (2.v.li.), Sebastian
Traumer (g.re.).
Nach den Vorarbeiten die Neugestaltung: Der
Plattenweg zum Denkmal wurde angelegt, Rollrasen verlegt, die Schrift am
Denkmal erneuert, letzte Malerarbeiten getätigt. Zu guter Letzt pflanzte die
Kolpingjugend einen Friedensbaum am Platz vor dem Denkmal, im Gedanken an die
Toten zweier Weltkriege, zur Mahnung für die gegenwärtige und künftige Generation.
Mit einem kleinen Festakt wurde das Denkmal und der neugestaltete Platz vor dem
Dorfgemeinschaftshaus übergeben. Im Zentrum der Feierstunde standen der Dank
der Gemeinde, die Ermutigung der jungen Menschen zum Engagement und das Gebet
um die Frieden in der Welt. „Bei der nächsten 72-Stunden-Aktion“, da ist sich
Jugendleiter Sebastian Traumer ganz sicher, „sind wir
wieder mit dabei!“ (tb)