"Wir sind Kolping –
Menschen dieser Welt"
Kolpingfamilie Erfenbach
feiert 60. Jubiläum
Kaiserslautern-Erfenbach.
Die Kolpingfamilie Erfenbach hat ihr 60-jähriges
Jubiläum mit einen Festgottesdienst und anschließendem Festempfang begangen.
Unter dem Motto des neuen Kolpingliedes „Wir sind Kolping – Menschen dieser
Welt“ eröffnete der stellvertretende Vorsitzende der Kolpingfamilie, Matthias
Schwarz, die Feierlichkeiten und stellte einen zentralen Satz aus dem
Kolping-Leitbild vor: „Die Kolpingfamilie versteht sich als Weg-, Glaubens-,
Bildungs- und Aktionsgemeinschaft“. Der
Präses Pfarrer Ewald Sonntag bezog seine Festpredigt ebenfalls auf das Leitbild
und betonte, dass im Mittelpunkt des Kolpingwirkens immer der Mensch stehe. Die
Quelle allen Tuns sei das geistlich-religiöse Leben. „Eine christliche
Grundhaltung prägt unsere Arbeit“, sagte Pfarrer Sonntag und benannte als
weitere Schwerpunkte die Arbeitswelt und die Familien. Die musikalische
Gestaltung des festlichen Gottesdienstes hatten das Kolpingblasorchester Erfenbach und der Chor PopSwiGo
übernommen. Am Altar wirkten Diözesanehrenpräses
Prälat Gerhard Fischer und der stellvertretende Diözesanpräses
Pfarrer Jörg Stengel als Konzelebranten mit.
Bei dem anschließenden Festempfang in der Kreuzsteinhalle Erfenbach konnte Matthias Schwarz viele Ehrengäste aus dem öffentlichen und politischen Leben begrüßen, ebenso wie die Vertreter der ortsansässigen Vereine und Kolpinggäste aus dem gesamten Bistum Speyer. Vorstandsmitglied Georg Wendt interviewte die fünf Gründungsmitglieder Benno Denzer, Helmuth Denzer, Erich Henn, Alfred Henrich und Werner Klingel und fragte nach den Beweggründen, die vor 60 Jahren dazu geführt hatten, die Kolpingfamilie Erfenbach ins Leben zu rufen. Über die Höhepunkte ihrer Amtszeit als Vorsitzende wurden Günther Haffner, Harry Stemmler und Franz Henrich befragt. In seinem Festvortrag stellte der Geschäftsführer des Kolpingwerkes Bamberg, Victor Feiler, Impulse zur Zukunft der Kolpingfamilie vor. Die provokante Frage, ob es die Kolpingfamilie Erfenbach in 10 oder 20 Jahren noch gebe, beantwortete er mit der Aufforderung, Mut zu zeigen und die unverwechselbare Identität der Kolpingbewegung sichtbar zu machen. Kolping stehe dafür, das soziale Gewissen einer Gemeinde oder Region zu sein und auf die Nöte der Menschen von heute hinzuweisen. Die Zeitumstände seien kein Himmelsgesetz, sondern Produkt menschlichen Handelns. „Das macht uns nicht machtlos; wir können etwas verändern“, sagte er in einem Appell an die Festversammlung. Da die Erfenbacher Kolpingfamilie ein abwechslungsreiches, vielfältiges Programm anbiete, sei sie attraktiv für die Menschen und habe auch Zukunft, so der Referent.

Benno Denzer, Helmuth Denzer, Alfred Henrich, Erich Henn und Werner Klingel.
Vorsitzender Norbert Herbrand ehrte während des Empfanges die fünf
Gründungsmitglieder für ihre 60-jährige Mitgliedschaft mit einer Urkunde. Als
Neumitglieder begrüßte er Maria Eltschkner, Günther Kurrasch, Ilona und Hans Ochs, Christian und Maico Parr, Markus und Sara Rebehn,
Helene Werle und Hannelore Wawrzinek und überreichte ihnen
die Kolpingnadel. Unter der Leitung von Franz Jergens begleitete eine Kolpingbläsergruppe
den Festakt musikalisch. (ms)