„Kinder und Familien Halt geben“
Elke Boudgoust
engagiert sich für die Familie in der Kolpingsfamilie
Oggersheim und im Diözesanverband
Vor 10 Jahren hat sie ihn
mit ihrem Mann Georg gegründet, den „Kreis Junge Familie“ in der Kolpingsfamilie Oggersheim: Elke Boudgoust
(34), verheiratet, zwei Kinder, derzeit in der „Familienphase“, engagiert sich
auf mehreren Ebenen und Orten für die Familie.
Begonnen hat es mit der Geburt
ihres ersten Kindes Lukas. Georg und Elke stellten fest, dass es für ihre Interessen als junge Eltern kein
Angebot in der Kolpingsfamilie gab. Kurzhand beschlossen
sie, dieses Angebot selbst zu organisieren. Aus der Mitgliederliste der Kolpingsfamilie suchten sie alle jungen Eltern heraus und
luden sie zum Mitmachen ein. Heute besteht der Junge-Familien-Kreis der Kolpingsfamilie Oggersheim aus ca. 15 Eltern mit ihren
Kindern, insgesamt starke 60 Personen!
Seit über 25 Jahren (!) gehört Elke Boudgoust der Kolpingsfamilie Oggersheim an, mit 400 Mitgliedern eine der größten Kolpingsfamilien im Diözesanverband Speyer. Warum wurde sie Mitglied? „Ohne Mitglied zu sein, konnte man damals nicht ins Jungkolpingzeltlager mitfahren“, erzählt die von einer gesunden Lebensfreude geprägte junge Mutter, die gleich betont, dass auch andere Gründe für Kolping sprachen: die regelmäßigen Gruppenstunden und die Freunde, die alle im Verein waren. Und sie macht „Kolping-Karriere“: Sie übernimmt ihre Gruppe als Leiterin, wird Vertreterin der Jungen Erwachsenen im Vorstand, schließlich Kinderbeauftragte der Kolpingsfamilie, die sie heute noch ist.
Der Kreis Junge Familie
„auf Wanderschaft“. In der Mitte stehend,
neben ihrem Mann Georg, Elke Boudgoust.
Der Kreis Junge Familie
trifft sich einmal im Monat zum „Basteln + Kegeln“ oder zu anderen Aktivitäten
wie Schwimmen, Fahrradfahren, Wandern und Besichtigungstouren, z.B. ins „Junge
Museum“ in Speyer. Regelmäßig nehmen die Kinder und ihre Eltern am „DiKiFaTa“, dem Diözesan-Kinder- und Familientag des Kolping-Diözesanverbandes,
teil, den 2006 der „KJF“ mit der Kolpingsfamilie
Oggersheim ausrichtete. Trifft sich der Familienkreis am Sonntag, geht man auch
gemeinsam in den Gottesdienst. Die jungen Familien engagieren sich auch in der Kolpingsfamilie und bringen sich bei bestimmten Anlässen
und Veranstaltungen aktiv ein, z.B. bei der Feldkreuzandacht mit anschließendem
Grillfest, bei dem sie den Ausschank vornehmen.
Höhepunkt ist das jährliche Wochenende des Familienkreises im Familien- und Jugendhaus Falkenstein (Donnersberg) der Kolpingsfamilie Rohrbach. Das Haus ist romantisch über einer Burgruine gelegen und für Kinder und Erwachsenen gleichermaßen ein Ort zum Wohlfühlen. Das Freizeitprogramm umfasst neben kreativen Aktivitäten, Wanderungen, Besichtigungen rund um den Donnersberg, z.B. des Erzbergwerkes „Weiße Grube“, auch eine Ortsrallye, das große Kolping-Quiz am Abend, das obligatorische Lagerfeuer und das gemeinsame Kochen, das den Kids ganz wichtig ist.
„Kolping-Hutaktion“
der Kiddies in Falkenstein.
Aber auch in der Pfarrgemeinde
entfalten Elke Boudgoust und der Kreis Junge Familie
Aktivitäten: Elke und weitere Frauen gehören dem Team an, das die Kinderwortgottesdienste
vorbereitet und durchführt. Sie arbeitet als Kommunionmutter in der Katechese mit,
leitet seit 1993 die Sternsingeraktion, engagiert
sich im Ökumeneausschuss des Pfarrgemeinderats. Elkes Vater ist engagierter
evangelischer Christ und Mitglied des Presbyteriums seiner Kirchengemeinde. In
Kolping fühlt sich Elke auch deshalb ganz zuhause, weil der Verband seit seiner
Gründung evangelische Mitglieder hat.
Was fasziniert Elke Boudgoust an Kolping? „Der familiäre Zusammenhalt. Man fühlt sich überall im Verband sofort wohl und aufgehoben“, sagt sie, ohne überlegen zu müssen. Auch hat sie sich von der Begeisterung, die Adolph Kolping selbst erfüllte und die er an andere weitergab, anstecken lassen. Ihr gefällt, dass man in Kolping über den Kirchturm hinausschaut, in einer weltweiten Gemeinschaft eingebunden ist, dass viele verschiedene Menschen für eine Idee gemeinsam einstehen. Und so engagiert sie sich auch über den Tellerrand hinaus, ist seit 2004 Mitglied im Diözesanvorstand des Kolpingwerkes, zuständig für den Bereich Ehe und Familie, vertritt ihren Verband als Delegierte im Diözesanrat des Familienbundes der Katholiken im Bistum Speyer.

Wie würde sie Ihr Engagement
im Kolpingwerk in einem Satz auf den Punkt bringen? „Kinder und Familien einen Halt geben“, antwortet sie. Kinder seien
in unserer Welt so vielen Einflüssen ausgesetzt, überflutet von Sachen und
Bildern, die sie nicht allein bewältigen können. Sie meint: „Kinder brauchen Eltern. Eltern sollen für
ihre Kinder da sein!“