Mehr Anregungen im Bildungssektor

Kolpingwerk Speyer fordert Umdenken bei sich ändernder Ausbildungsplatzsituation in der Region


Kaiserslautern. Auf die derzeitig sich wieder positiv entwickelnde Ausbildungsplatzsituation bei den Handwerks- und Industrie- und Handelskammern in den Regionen des Bistums Speyer verweist der Kolping Diözesanverband Speyer. In den meisten Kammern sei bei Rückgang der Bewerberzahlen ein deutlicher Anstieg der gemeldeten Lehrstellen festzustellen, erklärte Diözesanvorsitzender Klaus Butz (Otterbach) im Blick auf die anstehenden Nachvermitt-lungsaktionen der Kammern. Das Kolpingwerk so Butz, vertraue darauf, dass bei deutlich zurückgehenden Zahlen der Schulabgänger endlich die Trendwende in der beruflichen Bildung erreicht werden könne. Jetzt komme es für die Unternehmen im eigenen Interesse darauf an zu erkennen, dass möglichst alle ausbildungswilligen Schulabgänger einen Ausbildungsplatz erhielten.


„Die Investition in Bildung und Ausbildung junger Menschen gehört zu den zentralen Aufgaben von Politik und Gesellschaft“ betonte Butz und verweist auf alarmierende Zahlen des deutschen Handwerks zu Bildungslücken bei vielen Schulabgängern. Demnach sei jeder vierte Jugendliche nicht ausbildungsfähig. „Hier ist die Politik gefordert, die Situation für junge Menschen nachhaltig zu verbessern. Den jungen Menschen müsse eine voll qualifizierende Berufsausbildung angeboten werden, so wie dies in den Kolping-Bildungswerken geschehe. Jedes Jahr werden dort achttausend junge Menschen auf einen Beruf vorbereitet, dies sei der beste Schutz gegen Arbeitslosigkeit“ betonte Butz.