Kolping-Wanderkerze reist durch Bistum
Traditionelle Diözesanwallfahrt des Kolpingwerkes in Bockenheim
Bockenheim. Die Diözesanwallfahrt des Kolpingwerkes der Diözese Speyer fand auch in diesem Jahr traditionsgemäß in Bockenheim statt und führte als eucharistische Prozession von der Pfarrkirche durch die Weinberge zur Gnadenkapelle auf dem Wingertsberg. Mitglieder aus einer Vielzahl von Kolpingsfamilien nahmen am 22. Juni mit ihren „K“-Bannern daran teil.

An der Heiligenkirche: Übergabe der Kolpingwanderkerze an Bezirkspräses Pfr. Michael Baldauf.
Diözesanpräses Pfarrer Andreas König feierte mit etwa 400 Kolpingbrüdern und –schwestern in Konzelebration mit Bundespräses Monsignore Alois Schröder und Bezirkspräses Pfarrer Michael Baldauf die heilige Messe. In seiner Predigt stellte König fest, dass das Kolpingwerk der Verband mit den meisten Mandatsträgern in unserer Gesellschaft sei. Die Mitglieder dürften nicht einem Streichholz ohne Kopf gleichen. Stets sei ein Zündkopf zum Erschließen neuer, menschenwürdiger Wege gefragt. Dann könnten auch heute noch „Kolpingsöhne“, so wie einst der Gesellenvater Adolph Kolping, Licht und Wärme verbreiten.
Gerade in der heutigen Zeit, in der sich viele Menschen nicht mehr durch die Altargemeinschaft erreichen ließen, sei die Gemeinschaft im Verband gefordert. Dort werde der Schulterschluss mit allen, die auf Christus getauft sind, geübt. Die Kolping-Wanderkerze, die der Prediger dem Bezirkspräses Michael Baldauf übergab, damit sie durch alle 71 Kolpingsfamilien der Diözese wandern kann, solle dazu beitragen, die Gemeinschaft im Glauben zu stärken.

"Und Gott existiert!" - Bundespräses Msgr. Alois Schröder im Gespräch mit Elke Boudgoust, der Stellv. Diözesanvorsitzenden.
Der Bundespräses des Kolpingwerkes, Monsignore Alois Schröder, ging in der gut besetzten „Emichsburg“ auf das Thema „Adolph Kolping – ein Prophet und Provokateur“ ein. Kolping sei ein Seliger, der durch sein Glaubens- und Lebensbeispiel zu persönlicher Stellungnahme und Auseinandersetzung provoziere. Konsequent in seiner Treue zur Kirche sei Kolping ungewohnte Wege in seiner priesterlichen Arbeit gegangen. Seine Aufmerksamkeit und Unterstützung haben den wandernden Gesellen gegolten.

Diözesanvorsitzender Klaus Butz dankt dem Referenten für das hervorragende Referat. Im Hintergrund die beiden Stellv. Diözesanvorsitzenden Josef Heitz und Elke Boudgoust.
Kolping sei zum sozialen Gewissen der Kirche in seiner und auch in unserer Zeit geworden. Durch sein publizistisches Wirken sei es ihm, Kolping, gelungen, christliche Wahrheiten und Wertvorstellungen in die Öffentlichkeit zu tragen. Seine Überzeugung habe gelautet: „Das Christentum ist nicht bloß für die Kirche und die Betkammern, sondern für das ganze Leben.“ Kolping habe wie ein Prophet die Zeichen seiner Zeit erkannt und sei durch sein weltoffenes Tun als Priester und Sozialreformer zu einer kritischen Anfrage für die Kirche geworden. Seine neue Form von Seelsorge provoziere und ermutige uns zu einer zeitgemäßeren Pastoral und Inkulturation, unterstrich Schröder, der Ende Oktober auf der Bundesversammlung in Essen aus seinem Amt ausscheidet. (sdl)

Im Anschluss an die Kundgebung signiert Msgr. Schröder seine Bücher.