Bekämpfung von Kinderarmut

Kolpingwerk fordert Maßnahmen

 

Mainz. - Das Kolpingwerk Landesverband Rheinland-Pfalz fordert vor dem Hintergrund zunehmender Kinder- und Jugendarmut mehr familienpolitische Maßnahmen. „Gesetze und Verordnungen müssten auf ihre Auswirkungen auf arme Familien hin überprüft werden“ sagte Kolping Landesvorsitzender Rolf Schäfer in der jüngsten Sitzung seines Verbandes in Mainz. Dabei seien alle Beteiligten gefordert, auch das Land und die Kommunen sollten sich verstärkt dafür einsetzen, dass Kinderarmut wirksam bekämpft werden kann.

 

Als „Schritt in die richtige Richtung“ bezeichnete Schäfer die Initiative der rheinland-pfälzischen Landesregierung mit ihrer Initiative im Bundesrat, dass Kinder aus armen Familien zusätzliche Mittel für den Schulmittelbedarf erhalten sollen. Um gerade diese Kinder künftig vor Armut zu bewahren, sei „Bildung ein wichtiger Schlüssel“. Um diesem Anliegen zielgenau Rechnung zu tragen, sollten Empfänger von Sozialleistungen künftig mit entsprechenden Gutscheinen unterstützt werden. Insgesamt sollte bei den Regelsätzen für Kinder und Jugendliche konkret ermittelt werden, was ein Kind braucht um gesund aufwachsen und am alltäglichen Leben gleichberechtigt teilhaben zu können.

 

Ein wirksamer Beitrag zur Bekämpfung von Kinderarmut wäre nach Auffassung des Kolpingwerkes in Rheinland-Pfalz auch die Ermäßigung des Mehrwertsteuersatzes für Baby und Kinderartikel. „Auch hier sei eine Bundesratsinitiative vonnöten“, sagte Landesvorsitzender Schäfer abschließend.

 

Dem Kolpingwerk in Rheinland-Pfalz gehören die Diözesanverbände Limburg, Mainz, Speyer und Trier mit sechzehntausend Mitgliedern in 160 Kolpingsfamilien an.

 

Mainz, den 22.  November 2007

 

Rolf Schäfer, Ludwigshafen, Landesvorsitzender

Richard Feichtner, Trier, Vorsitzender des landespolitischen Arbeitskreises

richard.feichtner@kolping-trier.de