Dahn hat „seine“ Kolpingstraße

Initiative Reinhard Schantz Adolph Kolping, Versöhner von Arbeit und Kapital

Dahn.  Auf mehrheitlichen Beschluss des Rats der Stadt Dahn wird die Erschließungsstraße, die für die neuen Bauplätze auf dem Grundstück des ehemaligen Schuhfabrikanten Weibel gebaut wird, den Namen Adolph-Kolping-Strasse tragen. Der Stadtrat folgte einem Vorschlag von Reinhard Schantz, dem langjährigen Vorsitzenden der Dahner Kolpingsfamilie.

In einem Schreiben an Stadtbürgermeister Manfred Schreiner begründete Schantz seinen Vorschlag so: „Adolph Kolping war der, der Kapital und Arbeit (Meister und Geselle) als Partner zusammenbringen wollte, und war vor seiner Tätigkeit als Sozialreformer von Beruf Schuhmacher. Der Name würde jedem gut tun, der bei Weibel einmal gearbeitet hat.“ Weiter führte Schantz aus: 

Vom Gedankengut Adolph Kolpings sei ein großer Teil in die Katholische Soziallehre eingegangen. „Die Katholische Soziallehre will keinen Klassenkampf zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Sie will Partnerschaft, Mitbestimmung, Mitverantwortung und Gewinnbeteiligung des Arbeitnehmers, Miteigentum am Produktivvermögen. Sie will, dass der Arbeitnehmer nicht als Unkostenfaktor wie eine Maschine angesehen und kalkuliert wird. Seine Würde soll auch im Arbeitsleben erhalten bleibe.“ Kolping, an der Nahtstelle von Kirche und Gesellschaft, habe seine Vereinsmitglieder befähigen wollen, auf der Basis der Werte, wie sie sich aus dem Evangelium und dem christlichen Menschenbild ergeben, Welt und Gesellschaft mitzugestalten.

Schantz wies auf die vielen Mitglieder der Kolpingsfamilie hin, die sich in Dahn und darüber hinaus politisch für das Gemeinwohl engagiert haben oder weiter engagieren: Alfons Weinspach, Andreas Beck, August Keller, Dr. Werner Marx, ehem. MdB, Dr. Klaus Üelhoff, ehem. MdB, Edmund Weis, Oskar Hof, Otto Kerner, Bürgereister Manfred Schreiner, Reinhard Schantz und Martin Amberger.