"Das Gute, das wir tun, öffentlich machen!"
Kolping ehrt verdiente Mitglieder für Engagement in Gesellschaft und Kirche
Otterbach.- Im Rahmen eines Empfangs im Katholischen Pfarrheim Otterbach ehrte das Kolpingwerk Diözesanverband Speyer 19 verdiente Mitglieder mit der Diözesanehrenurkunde, die im Zweijahresturnus verliehen wird. Die Geehrten wurden auf Vorschlag ihrer Kolpingsfamilien und der Bezirksvorstände zur Auszeichnung gebracht. Sie haben sich um ihre örtliche Kolpinggemeinschaft, ihren Bezirksverband oder den Diözesanverband durch langjährige verantwortliche Tätigkeit verdient gemacht im Vorstand, durch engagierte Mitarbeit in ihrer Kolpingsfamilie auch ohne Amt, durch aktive und erfolgreiche Jugendarbeit, zuverlässigen Einsatz in der Kolpingkapelle, ehrenamtlichen Dienst in verantwortlichen Positionen von Pfarrgemeinde und Diözese, Initiativen im Bereich der Erwachsenenbildung und der Entwicklungszusammenarbeit, Dienste im sozialen und karitativen Bereich, z.B. für behinderte Menschen, für herausragende Tätigkeit in Kultur und Freizeit, durch vorbildliche Vertretungsarbeit in den Gremien von Staat und Gesellschaft, zum Beispiel in den Organen der politischen Gemeinden, der AOK, der Deutschen Rentenversicherung (vormals LVA) und der Handwerkskammer der Pfalz.
Diözesanpräses Pfarrer Andreas König, Hochspeyer, betonte, daß wir das, was wir tun, auch bekannt machen müßten: "Nur wenn das Gute, das wir tun, auch sagen und zeigen, kann es eine anziehende Wirkung auf Menschen ausüben." Er wies in einem Jahresrückblick u.a. auf die vielfältigen Maßnahmen und Veranstaltungen hin, die junge und alte Menschen im Geist Adolph Kolpings zusammengeführt und immer wieder neu zum Engagement in Verband, Kirche und Gesellschaft motiviert hätten:
Höhepunkt sei die große europäische Kolping-Schiffswallfahrt nach Köln gewesen, an der mehrere hundert Kolpingschwestern und –brüder aus dem In- und Ausland teilgenommen haben. Für ihn selbst seien die beiden Exerzititenkurse mit Erwachsenen Kristallisationspunkte des spirituellen Lebens im Kolpingwerk. König nannte weiter Maßnahmen im Jugendbereich, von den Gruppenleiterschulungen über den Diözesankindertag bis zu den Fußballturnieren. Mit politischen Stellungnahmen zum Thema Embryonenschutz und Schutz des Sonntags sei das Kolpingwerk 2006 an die Öffentlichkeit getreten. König erwähnte die Diözesanwallfahrt in Bockenheim mit dem Europapolitiker Kurt Lechner und den Vortrag des Bundesvorsitzenden des Kolpingwerkes, Thomas Dörflinger MdB (Waldshut-Tiengen), zum sozialpolitischen Engagement des Verbandes. Der Diözesanverband werde sich in nächster Zeit verstärkt mit dem Thema "Arbeit neu begreifen" beschäftigen und sich mit dem sog "EFG-Modell" des Verbandes auseinandersetzen, das Erwerbsarbeit, Familienarbeit und Gesellschaftsarbeit als gleichwertig und gleichrangig ansieht. Auch für das Kolpingwerk sei die Seligsprechung Nardinis ein wichtiger Akt gewesen. Mit der Würdigung des sozialen und karitativen Engagements von Nardini werde auch Kolpings Einsatz für die Menschen geehrt.
Diözesanvorsitzender Rolf Schäfer, Oggersheim, leitete den Empfang. In seinem Eröffnungswort sagte u.a., daß die Überreichung der Diözesanehrenurkunde ein Zeichen der Dankbarkeit sei, das nur unvollkommen ausdrücken könne, was Kolpingschwestern und -brüder über viele Jahre an Engagement für die Menschen in der treuen Nachfolge Adolph Kolpings geleistet haben: "Wir zeichnen Euch aus für Eure Treue zu Gott, Kirche und Kolpingwerk, für ein Engagement, das oft nicht einfach war und ist. Wir sind stolz auf Euch!" Menschen wie die Geehrten seien eine lebendige Empfehlung für Kolping und Kirche. "Und selbst Gott braucht Werbung!" Schäfer forderte die Kolpingsfamilien auf, ihre Bemühungen um eine innere Verlebendigung und eine nach außen gewinnende Attraktivität zu verstärken. Die Entwicklungszusammenarbeit sei ein solches Moment, das den Verband nach innen stärke und nach außen zum Leuchten bringe. Die Spendenbereitschaft sein ungebrochen. 2006 habe der Diözesanverband den Wiederaufbau und die komplette Einrichtung des Kindergartens der Kolpingsfamilie Jardim das Margaridas, Sao Paulo, der durch ein Unwetter zerstört worden war, ermöglichen können.
Die einzelnen Laudationes nahm Diözesanpräses Pfarrer Andreas König vor, der Diözesanvorsitzende Schäfer überreichte den Geehrten die Ehrenurkunde. Folgende Mitglieder erhielten die Auszeichnung: Ludwig Fischer, Bad Dürkheim, Alexandra Mohr, Beindersheim, Rudolf Anslinger, Deidesheim, Oswald Ruppert, Dahn, Pia und Fritz Flörchinger, Dudenhofen, Otto Seiler, Ensheim, Edgar Reiser, Erfenbach, Wolfgang Lenhart, Grünstadt, Frank Schmidt, Herxheim, Peter Simons, Heßheim, Walfried Weber, Kaiserslautern-Zentral, Gisela und Rolf Fuchs, Oggersheim, Gerd Schmidt, Pirmasens, Wolfgang Scherr, Ramsen, Heidi Hilzensauer, Speyer 1860, Helmut Marx, Winnweiler, Bernhard Schwedhelm, Zell. Für 40 Jahre Mitgliedschaft im Kolpingwerk wurde Reinhold Becki, Ottersheim / LD, geehrt.
Musikalisch umrahmt wurde der Empfang durch die Turmbläser des Musikvereins Otterbach unter der Leitung von Wolfgang Immetsberger. Ein herzliches Wort des Dankes richtete Diözesanvorsitzender Schäfer an die ausrichtende Kolpingsfamilie Otterbach unter ihrem Vorsitzenden Klaus Butz, die nun zum zweitenmal den Empfang in vorbildlicher Weise ausgerichtet habe.