"Brasilien – Kolping –
Papst"
Diözesanpräses Andreas König vor 250 Teilnehmern am Diözesanseniorentag in Schifferstadt – Hohes Lob für die ausrichtende Kolpingsfamilie
Kaiserslautern / Schifferstadt. – "Wir sind alle von Schifferstadt begeistert", erklärten viele der über 250 Teilnehmer am Diözesanseniorentag des Kolpingwerkes in Schifferstadt, der von der örtlichen Kolpingsfamilie unter der Leitung von Walter Hoock vorzüglich und mit großem Engagement im Pfarrzentrum St. Jakobus ausgerichtet und organisiert worden war.
Diözesanpräses König mit Kaplan Meßner und Pater Anton bei der Euchsritiefeier in St. Jakobus.
Eröffnet wurde der Seniorentag mit einer festlichen Eucharistiefeier in der Pfarrkirche St. Jakobus, die von Diözesanpräses Pfarrer Andreas König, Hochspeyer, Kaplan Meßner und Pater Anton geleitet wurde. Musikalisch wurde die Meßfeier gestaltet vom Doppelquartett des MGV 1854. Noch von der Freude und den Erfahrungen des Weltjugendtages erfüllt, stellte der Diözesanpräses seine Predigt unter die Stichworte: Brasilien – Kolping – Papst. Er sagte u.a.:
Der Weltjugendtag in Köln, das wohl größte religiöse Ereignis in der Geschichte unseres Landes, sei Anlaß gewesen, sechs junge Freunde des brasilianischen Kolpingwerkes nach Deutschland einzuladen und ihnen die Begegnung mit Papst Benedikt XVI. und jungen Christen aus über 150 Ländern der Welt zu ermöglichen. In intensiven Begegnungen, gemeinsamen Aktionen und vielen Gesprächen in der Pfalz sei die Freundschaft zwischen den Kolpingfreunden aus Ceará, Nordostbrasilien, und Verantwortungsträgern des Diözesanverbandes Speyer erneuert und vertieft worden. In den nächsten Jahren werde es gemeinsame Projekte der Entwicklungszusammenarbeit geben, die auch Arbeitseinsätze für junge Erwachsene und Erwachsene in den Bundesstaaten Piauí und Ceará vorsehen.
Brasilianer und Pfälzer seien in Köln nicht nur der Weltkirche, sondern auch dem Internationalen Kolpingwerk als weltweiter Bewegung begegnet. Adolph Kolping sei einer der Patrone, die Minoritenkirche eines der geistlichen Zentren des Weltjugendtages gewesen. Gemeinsam habe man am Grab Adolph Kolpings um seine Heiligsprechung gebetet. In einer Begegungsmeile vor der Minoritenkirche habe sich das Kolpingwerk mit seinen weltumspannenden Aktivitäten vorgestellt. Der Besuch in Kerpen, im Geburtshaus und in der Taufkirche Adolph Kolpings, sei ein eindringliches Erlebnis gewesen.
Blick in das Kirchenschiff hin zur Empore: Die Kolpingsenioren während der Predigt.
"Wir sind gekommen, um ihn anzubeten" habe als Leitwort über dem Weltjugendtag gestanden. Und wie die Hl. Drei Könige aus fernen Landen nach Bethlehem (vgl. Mt 2,1-12), seien über eine Million Menschen aus der ganzen Welt nach Köln zusammengekommen, um gemeinsam mit Papst Benedikt XVI. den einzigen Herrn und Heiland Jesus Christus anzubeten. König bezog sich auf Wort des Papstes bei der Vigil auf dem Marienfeld, mit denen er die jungen Menschen zum Glauben ermutigte: "In Jesus Christus, der sich für uns das Herz hat durchbohren lassen, ist uns das wahre Gesicht Gottes erschienen." Wir dürften uns nicht, so Papst Benedikt, einen privaten Gott und einen privaten Jesus zurecht machen, sondern müßten dem Jesus glauben, "den uns die Heiligen Schriften zeigen und der sich in der großen Prozession der Gläubigen, die wir die Kirche nennen, als lebendig, als immer gleichzeitig mit uns und zugleich immer uns voraus zeigt."
Ite missa est! - Auszug der Banner.
Nach der Meßfeier hörten die Gäste aus der ganzen Pfalz und dem Saarpfalzkreis einen Kurzvortrag von Ehrenbürger Theo Magin über die St. Jakobus-Kirche und die Kirchengeschichte von Schifferstadt. Irene Strubel informierte über die ewige Anbetung in St. Jakobus. Im Pfarrzentrum begrüßten Bürgermeister Klaus Sattel und die städtische Beigeordnete Ilona Volk gemeinsam mit dem Diözesanvorsitzenden Rolf Schäfer, Oggersheim, und dem Vorsitzenden der Kolpingsfamilie Schifferstadt, Gerhard Weimer, die Kolpingsenioren. "Vielen hat gefallen, daß Klaus Sattel den Kolpingschlips trug. Er ist ja schon einige Zeit Mitglied bei uns", freute sich Walter Hoock, der Seniorenbeauftragte der Kolpingsfamilie Schifferstadt, die mit über 500 Mitgliedern die größte Kolpingsfamilie in der Diözese Speyer ist.
Nach dem Mittagessen hatten die Gäste die Auswahl zwischen verschiedenen Besichtigungen und Busfahrten. Gleich drei Busse brachen zu einer Schifferstadt-Rundfahrt auf. Die Leitung übernahmen die früheren Bürgermeister Josef Sold und Edwin Mayer sowie der ehemalige Beigeordnete Kurt Schade. "Wir hätten nie gedacht, daß Schifferstadt so groß ist", meinte Alfons Wilhelm aus Kaiserslautern, der hohes Lob der Gastfreundschaft und organisatorischen Leistung der schifferstadter Kolpingfreunde zollte. "Es war ein schöner Tag für uns und eine großartige Gemeinschaft", bestätigte auch Ehefrau Hedwig Wilhelm.
Ein weiterer Bus führte eine Seniorengruppe unter der Leitung von Petra Sauter zu den Behindertenwerkstätten. Beeindruckt äußerten sich die Besucher der Firma Stahl Industrielackierungen GmbH, die von Klaus und Gereon Stahl sowie von Gerhard Weimer durch die Produktionsanlagen geführt wurden. Stritz Stengel und Franz Theo Magin führten durch die Kirchen der Stadt. Weitere Teilnehmer besuchten mit Theo Magin und Gerhard Sellinger das Heimatmuseum. "Der ganze Tag war für uns ein Erlebnis. Uns hat die Stadt sehr überrascht mit ihren schönen Fachwerkhäusern und den Blumen", erklärten Hans und Marga Müller aus Hettenleidelheim.
"Wir sind sehr zufrieden; es ist alles gut gelaufen", strahlte Walter Hoock am Abend. Hoock dankte den rund 70 aktiven Helfern für ihr großes Engagement. Allein für die Versorgung der Gäste waren 40 Helfer gut zweieinhalb Tage im Einsatz. Ein Wort des Dankes galt auch Frau Friedel Adam vom Diözesanbüro, die Anmeldung, Rechnungswesen sowie Organisation des Buseinsatzes in ihren bewährten Hände hatte.