Adolph Kolping: "Dein Beten und Arbeiten ist Gottes Segen"
Das Gebet - Thema des Kinder- und Familientages der Kolpingsfamilien
Otterbach. - Das Motto des Weltjugendtages 2005: "Wir sind gekommen, um ihn anzubeten" (Mt 2,2) stand über dem Diözesankinder- und -familientag des Kolpingwerkes in Otterbach. Diözesanpräses Pfarrer Andreas König, Hochspeyer, freute sich, daß 150 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus neun Kolpingsfamilien der Diözese Speyer angereist waren, um sich miteinander als große Familie zu erleben und gemeinsam zu spielen, zu feiern - und zu beten. Der Diözesanpräses zitierte im gemeinsamen Gottesdienst aus der Weltjugendtagsbotschaft von Papst Johannes Paul II.: Es sei wichtig, "die Zeichen zu ergründen, durch die uns Gott ruft und führt. Wer sich seiner Führung bewußt ist, dessen Herz erfährt eine echte und tiefe Freude, die von dem lebhaften Wunsch begleitet ist, ihn zu finden, und von dem beharrlichen Bemühen, ihm fügsam zu folgen." Mit den Worten des Papstes ermutigte König Kinder und Eltern, Gott den ersten Platz in ihrem Leben zuzuerkennen und sich im Gebet Jesus zu öffnen: "Wendet Euch Christus zu und ihr werdet nicht enttäuscht." Zeugen dafür seien die Heiligen wie der Selige Adolph Kolping, der gesagt habe: "Wenn man nur arbeitet und nicht betet, dann zerbröckelt das Brot in der Hand und nährt nicht mehr den Mann; denn Dein Beten und Arbeiten ist Gottes Segen."

Gottesdienst mit Diözesapräses Pfr.Andreas König.
Der Diözesankindertag bescherte den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einen abwechlungsreiches Programm. Die Kinder im Kindergartenalter wurden von Simone Schäfer, Weilerbach, Annette Garst, Hettenleidelheim, und Elke Boudgoust, Oggersheim, mit einem Geschichten-Spiele-Programm in Atem gehalten. Die älteren Kinder und Jugendlichen wurden in sechs Gruppen aufgeteilt; drei Doppelstationen mußten sie durchlaufen: Pfarrer Jörg Stengel, Weilerbach, und Diözesanpräses König sprachen mit ihnen unter dem Leitwort des Tages über den Stellenwert des Gebetes in ihrem Leben. Dabei entstanden bemerkenswerte Zeugnisse über das persönliche Beten. Pfarrer Marcin Brylka, Rohrbach, und Christoph Immetsberger, Otterbach, übten Jesuslieder und die Weltjugendtagshymne mit den jungen Menschen ein. Mit Frau Nickel und Bärbel Altherr von der örtlichen Kolpingsfamilie konnten sich die Kinder und Jugendlichen schließlich beim Bemalen von Tassen mit verschiedenen Motiven kreativ beweisen. Nach dem Mittagessen startete ein großes Spieleprogramm, ausgedacht und geleitet von der Kolpingjugend Otterbach. Hier konnten die jungen Teilnehmer sich richtig austoben und Punkte sammeln. Für die Erwachsenen ging es geruhsamer zu. Bezirksvorsitzender Franz Möhler, Otterberg, führte sachkundig durch die berühmte Zisterzienserabteikirche im Wallonenstädtchen. Horst Rosner, Otterbach, leitete am Nachmittag durch das Otterbacher Motorradmuseum.
Kindergartenkinderbetreuung mit Annette Garst und Elke Boudgoust.
Kinder haben Spaß mit Simone Schäfer.
Workshop mit Diözesanpräses König zum Thema:
"Gebet".
Neben dem Diözesanpräses Klaus Butz, Vorsitzender der gastgebenden
Kolpingsfamilie Otterbach.
Drum singe, wem Gesang gegeben! Workshop Jesuslieder.
Die abschließende Eucharistiefeier der Gemeinde, innerer und äußerer Höhepunkt des Familientages, feierte Diözesanpräses Pfarrer Andreas König in Konzelebration mit den Pfarrern Paul Weismann, Otterbach, Marcin Brylka und Jörg Stengel. Die Kinder gestalteten den Gottesdienst mit. Die Kolpingband "Exxes" war für den musikalischen Rahmen verantwortlich. Nach der Meßfeier fand die Preisverleihung statt: Alle teilnehmenden Kinder und Jugendlichen erhielten das Kolping-Maskottchen, ein der Elwetritsche nicht unähnlicher Holzvogel, der zuvor mit großer Mehrheit auf den Namen "Kolwi" getauft worden war. Die Sieger erhielten ein Kolping-T-Shirt. Stets präsent, besonders zum Gaudium der Kinder, war an diesem Tag - Kolping-Schnuffi, der extra aus seiner Heimat Bayern nach Otterbach gekommen war, um mit den Kolpingsfamilien den Kinder- und Familientag zu feiern. Er holte die Kinder am Bahnhof ab, begleitete sie zu den einzelnen Workshops, spielte mit ihnen am Nachmittag und erinnerte sie daran, nicht den Gottesdienst zu versäumen. Schnuffi war für die Kinder der "Star" des Kolpingfamilientages.

Kinder beim Gottesdienst vor der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

Siegerehrung mit Butz und Schnuffi.

Kolping-Schnuffi mit Kindern und Kolpingjugend-Banner in Otterbach.
Ein herzliches Wort des Dankes richtete Diözesanpräses König an die gastgebende Kolpingsfamilie Otterbach und deren Vorsitzenden Klaus Butz, die sich in vorbildlicher Weise für das Zustandekommen und die Organisation des Tages eingesetzt hätten. Sr. Irmgard vom St. Franziskus-Gymnasium, Kaiserslautern, galt ein besonders herzlicher Gruß: Ohne sie hätte Schnuffi nicht kommen können. - Der nächste Kinder- und Familientag wird im Juni 2006 in Oggersheim stattfinden.