Pressemitteilung
KWD/DVSp - KL, 3.12.2004 / tb

"Mit leuchtenden Augen erzählen, was wir tun und was wir leben!"
Kolping ehrt verdiente Mitglieder

Otterbach.- Im Rahmen eines Empfangs im Katholischen Pfarrheim Otterbach ehrte das Kolpingwerk Diözesanverband Speyer 17 verdiente Mitglieder mit der Diözesanehrenurkunde. Die Geehrten wurden auf Vorschlag ihrer Kolpingsfamilien und der Bezirksvorstände zur Auszeichnung gebracht. Sie haben sich um ihre örtliche Kolpinggemeinschaft oder ihren Bezirksverband durch langjährige verantwortliche Tätigkeit verdient gemacht im Vorstand, durch engagierte Mitarbeit in ihrer Kolpingsfamilie auch ohne Amt, durch aktive und erfolgreiche Jugendarbeit, ehrenamtlichen Dienst in verantwortlichen Positionen der Pfarrgemeinde, Initiativen im Bereich der Erwachsenenbildung und der Entwicklungszusammenarbeit, Dienste im sozialen und caritativen Bereich, durch vorbildliche Vertretungsarbeit in den Gremien von Staat und Gesellschaft, zum Beispiel in den Organen der politischen Gemeinden, der AOK, LVA und der Handwerkskammer der Pfalz.

Diözesanpräses Pfarrer Andreas König, Hochspeyer, gab einen Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr 2003, das Licht und Schatten aufweise: "Wir müssen nicht schönreden, was schlecht ist, wird dürfen aber auch nicht schlechtreden, was gut ist", meinte der Diözesanpräses. Die Insolvenz des Kolpinghauses Kaiserslautern und die auch das Kolpingwerk hart treffenden Sparmaßnahmen des Bistums werde die Verbandsarbeit stark verändern. Es habe aber auch Aufbrüche und Neuansätze im Kolpingwerk gegeben. Zeugnisse für die ungebrochene Lebendigkeit des Verbandes seien das 140-jährige Jubiläum des Kolpingwerkes mit Bischof Dr. Anton Schlembach und über 500 Teilnehmern in Schönau gewesen, viele Maßnahmen im Jugendbereich, von den Gruppenleiterschulungen über den Diözesankindertag bis zur Neugründung von Jugendgruppen, aber auch die Jubiläen der Kolpingsfamilien und die Bezirksbildungstage mit ihrer sehr guten Resonanz. Pfarrer König hob die "Eine-Welt-Arbeit" des Kolpingwerkes hervor. Das Engagement für die Entwicklungszusammenarbeit mit dem Kolpingwerk Brasilien sei 2003 mit neuen Impulsen durch gegenseitige Besuche und Teilnahme an einem Arbeitseinsatz in Sao Paulo vertieft worden. Die Altkleidersammlung habe mit über 105 to ein Rekordergebnis erbracht. Politische Akzente habe der Kommunalpolitische Empfang des Kolpingwerkes gesetzt: Oberbürgermeister Theo Wieder, Frankenthal, formulierte "Grundsätze einer Kommunalpolitik aus christlicher Verantwortung". König betonte, daß mehr als 160 Kolpingmitglieder Mandate in den Kommunalparlamenten errungen hätten bzw. als (Ober-)Bürgermeister und Beigeordnete Verantwortung in ihren Gemeinden und Kreisen trügen. Das Spektrum verbandlichen Lebens und Handelns sei vielfältig, weit und bunt. König forderte die Anwesenden auf, "mit leuchtenden Augen zu erzählen, was wir tun und was wir leben!" Im Blick auf die zu Ehrenden sagte er: "Solange wir solche Persönlichkeiten in unseren Reihen haben, können wir zuversichtlich in die Zukunft blicken."

Diözesanvorsitzender Rolf Schäfer, Oggersheim, leitete den Empfang. In seinem Grußwort wies er darauf hin, daß die Ehrung zum erstenmal nicht im Kolpinghaus Kaiserslautern stattfinde. Der Verlust des Kolpinghauses nach über 40 Jahren sei schmerzlich. Mit ihm gehe ein bedeutendes Stück Verbandsgeschichte zu Ende. Mit der Notwendigkeit, künftig viele Maßnahmen und Veranstaltungen des Diözesanverbandes vor Ort mit den örtlichen Kolpingsfamilien durchführen zu müssen, verbinde sich auch Hoffnung und Chance, Kolpingsfamilien und Verband stärker miteinander zu verbinden und zu verlebendigen. Schäfer sagte weiter, die Überreichung der Diözesanehrenurkunde sei ein Zeichen der Dankbarkeit, das nur unvollkommen ausdrücken könne, was Kolpingschwestern und -brüder über viele Jahre an Engagement für die Menschen in der treuen Nachfolge Adolph Kolpings geleistet haben: "Wir sind stolz auf Euch!"

Die einzelnen Laudationes nahm Diözesanpräses Pfarrer Andreas König vor; der Diözesanvorsitzende Schäfer überreichte den Geehrten die Ehrenurkunde. Folgende Mitglieder erhielten die Auszeichnung: Ilse Asal, Kaiserslautern-Zentral, Manfred Asal, Kaiserslautern-Ost, Bernd Aufschneider, Ramsen, Thomas Bettinger, Landstuhl, Claudia Brust, Bad Dürkheim, Karl-Josef Diedrich, Germersheim, Marlene Gerst, Dahn, Klemens Heß, Hochspeyer, Brita Höink, Heßheim, Walter Korz, Otterbach, Franz Kozilek, Pirmasens, Karl Lang, Glan-Münchweiler, Thomas Paris, Oggersheim, Karl Peifer (Diözesanwandergruppe), Ludwigshafen, Matthias Raab, Beindersheim, Franz Rauth, Herxheim, und Kurt Spranger, Zell.

Musikalisch umrahmt wurde der Empfang durch das Bläserquartett des Kolpingblasorchesters Erfenbach unter Leitung von Franz Jergens. Ein herzliches Wort des Dankes richtete Diözesanvorsitzender Schäfer an die ausrichtende Kolpingsfamilie Otterbach unter ihrem Vorsitzenden Klaus Butz. Die Diözesanehrung wird künftig nur noch im Zwei-Jahres-Rhythmus durchgeführt.