21 Jahre hauptamtlich im Kolpingwerk: Ursula Weis geht in den Ruhestand - Ehepaar Weis geehrt

Kaiserslautern.- In den Ruhestand zu gehen, fällt nicht immer leicht: Ursula Weis fiel es sehr schwer. Erleichtert wurde ihr der Abschied im Wissen, daß sie sich weiter mit ihrem Mann Peter Weis ehrenamtlich für das Kolpingwerk engagieren und künftig - "wenn Not am Mann ist" - im Diözesanbüro als "Feuerwehr" tätig sein kann.

Über 21 Jahre war Ursula Weis hauptamtlich für das Kolpingwerk aktiv: Von 1981 bis 1982 und von 1994 bis Ende 2002 hat sie als Büroangestellte im Diözesansekretariat gearbeitet. Von 1982 bis Mitte 2002 war sie Geschäftsführerin des Kolpinghauses Kaiserslautern und hat gemeinsam mit ihrem Mann Peter Weis die "Neue Eintracht" zu einem Markenzeichen der Gastronomie in Kaiserslautern gemacht. Kolpingwerk und Kolpinghaus sind Frau Weis und ihrem Mann zu großem Dank verpflichtet.

Frau Weis war im Diözesanbüro eine Mitarbeiterin, auf die sich Bildungsreferent Thomas Bettinger und Frau Friedel Adam stets und in jeder Hinsicht verlassen konnten. Alle bürotechnischen Angelegenheiten und Verwaltungsabläufe beherrschte sie: Die Schreibarbeiten und Postbearbeitung, die Ausschreibung von Veranstaltungen sowie das Archiv waren bei Frau Weis in den besten Händen. Sie betreute verantwortlich die Seniorenfahrten. Korrektheit in allen Aufgaben war für sie selbstverständlich. Am Telefon und im persönlichen Gespräch mit Besuchern der Geschäftsstelle war sie sensible Dialogpartnerin. In allem dachte Frau Weis mit und war ihren Kollegen im Büro und den Verantwortungsträgern im Diözesanverband bei der Vorbereitung von Maßnahmen und Aktionen wichtige Mitarbeiterin. Über ihre Arbeitszeit hinaus nahm sie an Abend- und Wochenendveranstaltungen des Kolpingwerkes teil, die sie vorbereiten und durchführen half.

Den Einsatz von Frau Weis kann man nur würdigen, wenn man um die Doppelbelastung weiß, die sie zu tragen hatte: 20 Jahre hat sie mit ihrem Mann als Pächter das Kolpinghaus Kaiserslautern geführt. Gemeinsam haben sie dem Kolpinghaus einen Ruf verschafft als Haus der Begegnung, der Gastfreundschaft und hoher gastronomischer Kultur. Daß "unser Haus" den Geist Adolph Kolpings atmet, ist ihnen zu verdanken. Daß die "Neue Eintracht" weitergeführt werden kann, dafür haben Ursula und Peter Weis die wirtschaftlichen und - ideellen Voraussetzungen geschaffen. Kolpinghaus e.V. und Diözesanleitung des Kolpingwerkes haben zu jedem Zeitpunkt hervorragend mit dem Ehepaar Weis zusammengearbeitet. Es muß an die vielen Veranstaltungen des Verbandes im Kolpinghaus erinnert werden, insbesondere die Großtagungen, die ohne das Pächterehepaar, das dabei bis an die Grenzen seiner physischen Belastbarkeit gegangen ist, nicht möglich gewesen wären. Ein "Highlight" war die Großtagung 1989 mit Bundeskanzler Helmut Kohl, die allein aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen eine besondere Herausforderung darstellte und von Ursula und Peter Weis bravourös gemeistert wurde.

In einer Feierstunde im Kolpingbüro verabschiedeten Diözesanvorsitzender Rolf Schäfer und Diözesanpräses Andreas König für den Diözesanvorstand Frau Weis in den "Unruhestand". Schäfer nahm die Gelegenheit war, auch Peter Weis für sein großes Engagement im Kolpinghaus zu danken. Diözesanehrenpräses Prälat Gerhard Fischer ließ es sich nicht nehmen, nach Kaiserslautern zu kommen, um Ursula und Peter Weis mit sehr persönlichen Worten der Freundschaft für zwei Jahrzehnte gemeinsamen Dienstes um die Sache Adolph Kolpings zu danken. Mit ihnen habe das Kolpingwerk im Kolpinghaus Großes vollbringen können. Er erinnerte an die Tagungen der Akademikerseelsorge, die das Kolpinghaus als Bildungshaus einer neuen Zielgruppe eröffnet habe; ohne die verständnisvolle und kooperative Mitarbeit des Pächterehepaares sei dies nicht möglich gewesen. Seine schönsten Stunden habe er im Kolpinghaus erleben dürfen; dafür sage er von Herzen Dank und "Vergelt's Gott!"

Bildungsreferent Bettinger dankte in seinem und Frau Adams Namen für die vielen Jahre gemeinsamen Arbeitens. Ohne Frau Weis wäre manches schiefgelaufen; trotz Doppelbelastung habe sie immer wieder Dinge gesehen, "die ich nicht wahrgenommen oder vergessen hatte." Daß vieles gut auf den Weg gebracht und umgesetzt worden sei, habe das Büro Frau Weis zu verdanken. Er dankte dafür, daß "wir immer auch Rat bei Ihnen gefunden haben, wenn wir in vielen Fragen nicht zu einem Ergebnis gekommen sind". Mit ihr verlasse ein Mensch das Büro, der mit seiner Menschlichkeit, seinem Verstand, seiner klugen Sach- und Fachkompetenz und seiner kollegialen Hilfsbereitschaft für Frau Adam und ihn eine Lücke hinterlasse, die schmerze; der Schmerz werde aber durch das Wissen "gedämpft", daß Frau Weis auch künftig, wenn sie gebraucht werde, dasei "und wir Sie und Ihren Mann noch oft bei Kolping erleben werden". In der Zeit der Zusammenarbeit seien freundschaftliche Bande gewachsen, die Bestand hätten.

Diözesanvorsitzender Rolf Schäfer überreichte dem Ehepaar Weis eine Dankesurkunde sowie einen Gutschein für einen "Urlaub mit Kolping!" Beide hätte in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten nur wenig Gelegenheit gehabt, Erholung zu finden. Jetzt, im gemeinsamen Ruhestand, "soll dieser Gutschein als Dank des Kolpingwerkes Diözesanverband Speyer Ihnen die Möglichkeit geben, mit unbeschwerter Freude gemeinsam Erholung und neue, andere Gemeinsamkeiten zu finden." Er selbst freue sich auf viele weitere Begegnungen mit Familie Weis: "Dieser Abschied ist auch der Anfang eines neuen Verhältnisses zu- und miteinander: Wir sind dankbar, daß wir sie als Mitarbeiterin gehabt haben; wir sind Freunde geworden. Freundschaft besteht ein Leben lang!"

Unser Bild zeigt Peter und Ursula Weis mit Diözesanehrenpräses Prälat Gerhard Fischer beim festlichen Empfang zur Neueröffnung des Kolpinghauses (Bericht hierzu folgt!)