25 Jahre Kolpinghaus Falkenstein

Rohrbach / Falkenstein. - Das Kolping-Familien- und Jugendhaus Falkenstein am Donnersberg übte vier Tage lang eine magische Anziehungskraft aus auf Wanderer und Ausflügler der Kolpingsfamilien. Es gab einen besonderen Anlass, das schön gelegene Kolpinghaus zu besuchen: Vor 25 Jahren erwarb die Rohrbacher Kolpingsfamilie das Anwesen in Falkenstein und vor zwanzig Jahren wurde der Grundstein zum Familien- und Jugendhaus gelegt. In den folgenden Jahren wurde von Rohrbacher "Kolpinghandwerkern" das Haus umgebaut, erweitert und modernisiert. Diese beiden historischen Jahrestage waren für die Rohrbacher Kolpingsfamilie der Grund, mit befreundeten Kolpingsfamilien und vielen Freunden und Gönnern vier Tage zu feiern.

Den Auftakt bildete ein Festgottesdienst in der Dorfkirche mit Pfarrer Andreas König, Diözesanpräses des Kolpingwerkes, Pfarrer i.R. Georg Dahl und Pfarrer Marcin Brylka. Diözesanpräses König hob in seiner Ansprache das große Engagement der Rohrbacher Kolpingsfamilie beim Bau des Hauses hervor. Es sei eines der schönsten Kolpinghäuser, nicht nur in der Diözese, das für Familien und Jugendgruppen offen steht.

Der Nachmittag des ersten Festtages erhielt einen bemerkenswerten Akzent: Die partnerschaftliche Verbindung zwischen Rohrbach und Falkenstein wurde durch ein besonderes Zeremoniell gefestigt: Während Ortsvorsteher Bodo Schiel die Gemeindefahne von Falkenstein hisste, zog Ortsbürgermeister Josef Fischer die Rohrbacher Wappenfahne am Fahnenmast hoch. Vorsitzender Heinz Abel hieß die zahlreichen Gäste, unter ihnen Oberbürgermeister Dr. Winfried Brandenburg, St. Ingbert, sowie den stellvertretenden des Saarpfalzkreises Landrat Manfred Lauer willkommen. Abel hielt einen Rückblick auf die Entwicklung des Kolpinghauses, das größer und schöner geworden sei als ursprünglich geplant. Er dankte den vielen Helfern aus Rohrbach und Winnweiler sowie Ortsbürgermeister Josef Fischer für die tatkräftige Unterstützung. Ortsvorsteher Bodo Schiehl zollte der Kolpingsfamilie Rohrbach Lob und Anerkennung für das, was sie in 25 Jahren in Falkenstein geleistet hat. In Falkenstein, so Schiehl erfreut, seien Saarländer und Pfälzer friedlich vereint.

Ortsbürgermeister Josef Fischer zollte der Rohrbacher Kolpingsfamilie großes Lob für ihren Mut und Fleiß beim Bau des Kolpinghauses. "Die Gemeinde Falkenstein ist stolz auf dieses schöne Haus, es ist für unsere Gemeinde ein Werbeträger." Sein Grußwort beschloss der Ortsbürgermeister mit dem abgewandelten Kolpingwort: "Adolph Kolping schau auf Falkenstein nieder, Kolping Rohrbach baut schon wieder". St. Ingberts Oberbürgermeister Dr. Winfried Brandenburg sprach anerkennende Worte: Für St. Ingberter Schulen und Vereine sei das Kolpinghaus Falkenstein ein beliebtes Feriendomizil. Manfred Lauer überbrachte als Stellvertreter des Landrates die Grüße des Saarpfalzkreises. Er bewundere, was die Kolpingsfamilie Rohrbach in 25 Jahren hier geleistet hat. Zur Erinnerung an das Jubiläum überreichte Vorsitzender Heinz Abel den Kommunalvertretern einen Kolping-Gedenkteller. Ortsvorsteher Schiehl und Ortsbürgermeister Fischer pflanzten einen "saarländisch-pfälzischen Friedensbaum", wie Vorsitzender Heinz Abel die Baumpflanzung scherzhaft kommentierte, als Symbol für die partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Im Verlaufe des Nachmittags führte Bernhard Bastian einen Dokumentarfilm vom Kauf des Hauses 1978 bis zur heutigen Gestaltung vor. Zur Unterhaltung der zahlreichen Gäste musizierte die Bläsergruppe des Musikvereins Rohrbach.

Der zweite Festtag stand unter dem Motto "Tag der Begegnung"; kleinere und größere Gruppen waren aus der ganze Diözese angereist.

Am dritten Tag waren Wanderfreunde zum Diözesanwandertag des Kolpingwerkes eingeladen. Über 80 Wanderfreunde nahmen bei frühsommerlichem Wetter an der 10-km- beziehungsweise 16-km-Wanderung teil. Am Sonntag feierten zahlreiche Kolpingschwestern und -brüder und ihre Freunde mit Präses Pfarrer i.R. Georg Dahl den Sonntagsgottesdienst auf dem Vorplatz des Kolpinghauses. An allen Tagen trafen sich nachmittags um 17 Uhr Christen beider Konfessionen an der Lourdesgrotte beim Kolpinghaus zur Maiandacht.

Unser Bild zeigt die Pflanzung des "Friedensbaumes".