3. Arbeitseinsatz der Kolpingjugend in Brasilien erfolgreich abgeschlossen


Kaiserslautern.- "Es war ein die Zukunft meines persönlichen Lebens bestimmendes Erlebnis und eine einzigartige Kolpingerfahrung, die ich an viele Kolpingmitglieder weitergeben möchte", berichtete Jeanette Kuether, Mitglied im sechsköpfigen Einsatzteam der Kolpingjugend Diözesanverband Speyer, das bei einem Workcamp in Piauí / Nordostbrasilien vier Wochen lang mit brasilianischen Freunden neun Wasserzisternen gebaut hat, um in der von extremer Dürre heimgesuchten Region Batalha mitzuhelfen, Menschen dort das Überleben zu erleichtern.

Michael Schlösser und Erich Fischer (beide Kolpingsfamilie Bad Dürkheim), Bernd Bastian (Kolpingsfamilie Rohrbach/Saar), Marita Schiefner (Kolpingsfamilie Erfenbach), Annette Garst (Kolpingsfamilie Hettenleidelheim) und Jeanette Kuether (Kolpingsfamilie Bad Bergzabern) haben mit ihrem Einsatz, für den sie ihren Urlaub zur Verfügung gestellt und einen eigenen finanziellen Beitrag zu den Gesamtkosten geleistet haben, ein solidarisches Zeichen über die Kontinente hinweg gesetzt, wie es nur im Kolpingwerk möglich ist: Kolpingschwestern und -brüder aus Deutschland helfen Kolpingschwestern und -brüdern in Brasilien! und schaffen Verbindungen zwischen Menschen weltweit, die gemeinsam an der Zukunft der Menschen auf dieser Erde arbeiten.

Die Einsatzgruppe mit brasilianischen Freunden
nach Fertigstellung einer Wasserzisterne.

Das Workcamp in Piauí war der dritte Arbeitseinsatz der Kolpingjugend in Brasilien, der vom Diözesanverband Speyer in Kooperation mit dem Internationalen und dem Brasilianischen Kolpingwerk organisiert worden ist. Die bisherigen Projekte waren Bauprojekte (Bau und Ausbau von Kolping-Jugend-, Sozial- und Bildungszentren bzw. der Bau von Wasserzisternen), aber auch andere Projekte sind denkbar: Mitarbeit in einer landwirtschaftlichen oder Handwerker-Kooperative. Zielgruppe der Einsätze sind junge Erwachsene im Kolpingwerk, aber auch junge Menschen, die Kolping nicht angehören und sich mit der Intention des Verbandes und der Arbeitseinsätze identifizieren. In der Begegnung mit den Menschen in Brasilien, im Kennenlernen ihrer schwierigen Lebenssituation, ihrer Kultur, Geschichte und religiösen Praxis durch das gemeinsamen Leben, Arbeiten und - Beten sollen die Mitglieder der Einsatzgruppen Verständnis für Menschen einer anderen Kultur und Lebenswirklichkeit sowie weltweite Verantwortung füreinander in der Einen Welt erfahren. Sie geben Ihre Erlebnisse und Eindrücke bei uns in den örtlichen Kolpinggemeinschaften weiter. Sie stärken damit in den Kolpingsfamilien das Bewußtsein, einer internationalen Gemeinschaft anzugehören, deren Mitglieder sich in weltweiter Solidarität verbunden wissen. Die Workcamps sollen in Zweijahresabständen erfolgen. - Ein ausführlicher Bericht mit weiteren Bildern folgt.